EINVOLL

16.8.08

14:29
~
Michael Holzer
~

Perspektivenwechsel

Kevin Connolly
[Quelle: Kevin Connolly]

Kevin Connolly wurde ohne Beine, aber ansonst gesund in Helena, Montana geboren. Mit 20 begann er Skateboard zu fahren, was für Normal-Unglückliche ein starkes visuelles Moment ist, wo man im ersten Moment gar nicht wegschaun kann. Mit 21 begann er zu fotografieren und ging des Studiums wegen nach Neuseeland. Auf seiner Rückreise, bei einem Zwischenstop in Wien, schoss er sein erstes Bild, wo er die Menschen fotografierte die ihn von oben anstarrten. Daraus entwickelte sich »The Rolling Exhibition«, ein Photoprojekt das mittlerweile 32.000 Bilder umfasst.

[via Behindertenparkplatz]

9.8.08

23:03
~
Michael Holzer
~

Zauberrad

Wer weiss heute noch, dass die Wirkung eines Zauberspruchs durch Rückwärts-Aussprechen wieder aufzuheben sei. Die wirklich weisen Zauberer haben deshalb ihre Zaubersprüche in Palindromen gesprochen. So bleiben sie auch rückwärts gesprochen gleich. “Gespiegelte Worte” sozusagen.

Unklar

ist genau das,
was wir wollten:
Wir bleiben,
was wir waren.
Wir wurden,
was wir sind.
Wir haben,
was wir bekamen.

Bekamen wir was,
haben wir.
Sind wir was,
wurden wir.
Waren wir was,
bleiben wir.
Wollten wir was?
Das genau ist unklar.

Dieses Wortpalindrom von Martin Mooz ist ein wunderbarer Text und war die beste Grundlage für ein kleines “Piece of Art”, das ich Freunden zur Hochzeit geschenkt habe. Man könnte das Gedicht natürlich auf eine Karte schreiben, man könnte aber auch… So fängts bei mir meistens an. Und das ist diesmal dabei herausgekommen. Möge damit Euer Zauber unauflösbar sein.

6.8.08

0:06
~
Michael Holzer
~

Faces of Evil

Faces of Evil

Hans Weishäupl zeigt 13 Diktatoren. Überlebensgroß, hautnah, verletzlich. Die Portraits entstanden nach aufwändiger Fotomontage. Die Fotobelichtungen haben eine Größe von 1,80m x 2,30m. Durch die hochauflösende Digitalfotografie erkennt man jedes noch so kleine Detail im Gesicht.

Wir fotografierten von November 2007 bis März 2008 in Hamburg, München, Wien, Dresden, Frankfurt, Berlin, Amsterdam, Moskau, Belgrad, London, Barcelona, Paris und Mailand mehr als 350 Personen. Aus ihnen entstanden die dreizehn FACES OF EVIL, zusammengefügt aus Gesichtern von Menschen des jeweiligen Landes. Das Portrait Hitlers besteht zum Beispiel aus 37 Personen. Seine Nase gehört einem Immobilienmakler aus Berlin, die Oberlippe ist von einem Schlosser aus Dresden. Die Frisur ist zusammengesetzt aus den Haaren eines Künstlers aus Weiden und eines Malers aus Bamberg. Das Kinn stammt von einem Hamburger Restaurantbesitzer, die Augen von einem Bankberater aus Frankfurt, die Tränensäcke von einem Feinmechaniker aus Bautzen, der Hals von einem Wiener Bankangestellten, der Bart von einem Koch aus Wuppertal… Jede Falte, jede Augenbraue, jeder Leberfleck wurde originalgetreu nachgebaut. Ebenso Narben, Hautschuppen, Nasenhaare, grobe Poren oder Tränensäcke.

Die FACES OF EVIL fordern durch ihre besondere, ungewöhnliche Herstellungsweise zur Auseinandersetzung auf: einerseits mit dem Menschsein von Tyrannen, andererseits damit, dass sich hinter dem Diktatorenkopf eine Vielzahl von Helfern und Helfershelfern verbirgt, die in ihrer Gesamtheit das Gesicht einer Schreckensherrschaft bilden.

[via Glaserei]

23.7.08

21:44
~
Michael Holzer
~

Days with My Father

Days with My Father

Gerade auf Blogrunde ist Philip Toledanos Fotoportait seinen 94-jährigen Vater.
Days with My Father ist ein berührender Einblick in eine Vater/Sohn Geschichte. Wunderschöne Bilder!

Update: Link repariert. Als Wermutstropfen empfinde ich übrigens die Grösse der Website. Für mein Macbook auf alle Fälle zu gross.

23.7.08

21:11
~
Michael Holzer
~

23.7.08

21:05
~
Michael Holzer
~

Bemerkenswertes aus der digitalen Welt

Glaserei

Anfang der 90er, damals als Rechner mit 80 mb Festplatte schon State Of The Art waren, erfreute mich allmonatlich die vorletzte Seite von Tempo. Ein gewisser Peter Glaser unterzog dort in seiner Kolumne »Glasers heile Welt« der technischen Lebensart jener noch Internetfreien Zeit einer amüsant kritischen Begutachtung.

Glaser über Glaser: “1957 als Bleistift in Graz geboren, wo die hochwertigen Schriftsteller für den Export hergestellt werden; lebt als Schreibprogramm in Berlin”

In zwei Videointerviews beim elektrischen Reporter, bespricht er die Anfänge des Computerzeitalters aus seiner Sicht. Mit poetischem Witz und so, dass auch Nicht-IT-ler nicht jedes zweite Wort sich ergooglen müssen. Und jetzt bloggt er. Das Design, wenn man überhaupt von einem solchen sprechen kann, ist unterirdisch. Ok, da muss man durch. Aber dafür gibts ja eh RSS.

Wir sehen uns in die Glaserei »

18.7.08

10:53
~
Michael Holzer
~

Ich war grad einkaufen

Da soll einer noch behaupten Online Shops wären nicht sicher.
hema

[via webkrauts]

4.7.08

11:46
~
Michael Holzer
~

Früher nannte man es Mundpropaganda

…heute heisst es »Word of Mouth Marketing«. Wem da jetzt Fragezeichen aufploppen, der kann sich das Thema einfach runterbrechen lassen. Einfacher schafft das nicht mal die Maus nicht.

Gedacht und gemacht haben das die Damen und Herren vom TRNDBlog. Erinnert mich wieder daran, dass ich das auch schon vorhatte. Kommt schon wieder, im Moment steht was Anderes an.

26.6.08

0:12
~
Michael Holzer
~

Gerade fertig

Im Idealfall habe ich bereits während des Erstgesprächs mit einem Auftraggeber eine Designlösung im Kopf. Worüber ich aber zu diesem Zeitpunkt nie etwas erzähle, weil jede Intuition will auch überprüft sein. Zum einen durch eine Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, zum anderen durch das Herumspielen mit dieser ersten Idee. Im Fall der Designentwicklung für die MakeUp Artistin Antje Bockeloh hatte ich vom ersten Moment an das Gefühl, dass das Logo eine rein typographische Lösung sein sollte. Ein Schriftzug der sich von Buchstabe zu Buchstabe verändert, als würden Schichten aufgetragen werden. Die neue Helvetica ist eine Paradeschrift für so ein Projekt. Eine meiner Lieblingsschriften, war nie wirklich modern aber auch nie aus der Mode. Im Beautybereich erlebt sie gerade wieder eine Renaissance und ausserdem gibt es sie in einer Unzahl von Schriftschnitten. Und so sieht das Ergebnis aus:

Schriftzug Antje Bockeloh

Und noch etwas wusste ich von Projektbeginn an: Die Arbeit einer Maskenbildnerin besteht darin Gesichter zu verändern, zu kaschieren, neue Realitäten zu erschaffen. Die dazugehörige Website sollte vor allem in Bildern sprechen. Die Idee von Bildern die den gesamten Hintergrund einnehmen scheiterte aber fast. Mit Flash wär das kein Problem, haben wir auch schon vor 2004 Jahren für Wolfgangsee Literatur gemacht. Diesmal sollte die Website aber auf Wordpress und in HTML laufen. Nach einigem Forschen hat er es dann aber wieder geschafft, der liebe Moritz. Und nun, nachdem wir dem langsamsten Provider der Welt Adieu gesagt haben und die Seite zu All-Inkl transferiert haben, freue ich mich hiermit unser gerade fertiggestelltes Projekt der kritischen Weltöffentlichkeit vorzustellen.

Hier gehts lang zu www.bockeloh.de

2.6.08

17:17
~
Michael Holzer
~

Pork and Beans / Weezer

Vordergründig ist das Video zu Pork and Beans von Weezer Trash, bei genauerem Hinsehen steckt es voller Inspiration, zumindest für einen momentan kreativleeren Kopf wie den meinen. Nebenbei bemerkt auch ein wunderbares Beispiel für virales Web: 1.000.000 Views am Tag der Veröffentlichung.