EINVOLL

19.9.07

17:11
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Michael Holzer
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Leitbilder für Inkompetenz

Letzten Montag bekomme ich Spam Post, nämlich den Newsletter der Wirtschaftskammer, Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Meine Interessensvertretung, an die ich durch eine Zwangsmitgliedschaft gebunden bin. Es geht dabei um eine Einladung zum Euroforum Communication mit anschliessendem Medien ChillOut, genaue Information erschliesst sich jedoch erst durch das Öffnen des beigefügten Pdf´s. Das sind jene Veranstaltungen bei denen sich das institutionell organisierte Werbepack und deren Vertreter gegenseitig sonst wohin kriecht. Für einen Anerkennungsbeitrag von 10 EU ist man auch schon mit von der Partie und kann sich dann diverse Kommerzialräte und sonstige Titelträger von innen ansehen. Nicht das mich das jetzt brennend interessiert. zumal die Anmeldefrist ohnehin bereits einen Tag vor Erhalt der Mail abgelaufen ist. Würde ich mich jedoch anmelden wollen, müsste ich beigefügtes Pdf ausdrucken, ausfüllen und faxen. Richtig gelesen, FAXEN. Mehr Inkompetenz in der Betreuung seiner zahlenden Mitglieder geht schon gar nicht. Oder? Doch, das geht.

Auf eine Anmeldung verzichte ich, die Frist ist ja eh schon um, nicht jedoch verzichte ich auf die Abbestellung des unaufgeforderten Newsletter. Ich ersuche darin um das Löschen meiner Mailadresse aus allen Verteilern und informiere die Verantwortlichen, ein Kommerzialrat und ein Geschäftsführer, über die Gründe dafür. Reaktion darauf, Null. Wahrscheinlich auch besser so.

Heute, Mittwoch, erreicht mich ein weiterer Newsletter der Fachgruppe InkompetenzWerbung und Kommunikation, Trotz Abmeldung. Gleiches Blabla, erweitert bloss um den nachdrücklichen Hinweis besagte Veranstaltung zu besuchen. Wahrscheinlich bekommen Sie die Veranstaltung einfach nicht voll. Die Anmeldefrist ist übrigens immer noch abgelaufen.
Das sind also die Vertreter meines Berufsstandes. Das könnte man bei einer Fachgruppe Blumenbinder oder Maroniröster vielleicht grad noch durchgehen lassen.

12.9.07

9:10
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Michael Holzer
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Trust

Wichtiges Thema, Schön umgesetzt.

Direkt bei Youtube gucken »

24.8.07

8:57
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Michael Holzer
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Jede Lüge braucht einen Mutigen…

…der sie zählt.

Das Bildblog, Deutschlands populärstes Blog, macht Werbung im TV. Damit dürfte nun auch bei den Altvorderen der Begriff Blog etwas mehr Gesicht bekommen. Der Spot persifliert die momentane Kampagne der Bild “Jede Wahrheit braucht einen Mutigen der sie ausspricht”.

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28.6.07

11:31
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Michael Holzer
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Digitale Spaltung

Während man mit engagierten Projekten versucht die Kluft zwischen Industrienationen und der vierten Welt zu verkleineren, entscheiden sich immer noch viele Entscheider freiwillig nicht am Geschehen teilzunehmen. Affinität zum Internet ist aber weniger eine Frage des Alters, eher eine des Wollens. Politiker und viele Manager bewegen sich in einer anderen Welt. Aussagen wie “Ich brauch kein Internet, die lasse mir Informationen vorlegen” hab ich auf Vorstandebene oft genug gehört. Das beliebteste Argument: Keine Zeit.

Selbst erlebtes Beispiel eines Kommunikationsprozesses aus dem Alltag: Unser Kunde, Geschäftsführer eine international tätigen Eventagentur, bekommt ein Mail mit Informationen über den aktuellen Designprozess. Seine Sekretärin, für die Korrespondenz verantwortlich, druckt das Mail, legt es ihm vor. Mit seinen handschriftlichen Anmerkungen darauf, wird es dann wieder eingescannt und als Mail an uns weitergeleitet. Bei der Un-Effektivität darf man sich über zuwenig Zeit nicht wundern, der Alltag scheint manchen Entscheidern ferner denn jeh.

Keine andere Technologie hat die Gesellschft so rasant verändert wie der Computer und das Internet. Für langes Warten bleibt in der heutigen Zeit einfach keine Zeit. Das Zauberwort heisst Selektionsdruck. Der war verantwortlich dafür dass sich die Sprache, der erste Informationsaustausch zwischen Individuen, entwickelte. Der Neandertaler starb aus, obwohl er körperlich zäh und geistig hoch entwickelt war. Nach aktuellen Kenntnissen der Wissenschaft unterlag den Anforderungen seiner Zeit, weil er sich an die territorialen Bedingenen nicht schnell genug anpassen konnte. Der Cro-Magnon Mensch hingegen entdeckte vor etwa 25.000 Jahren dass das Teilen von Wissen das Leben leichter machte. Durch diesen evolutionären Schritt entwickelte sich das erste Mal so etwas wie Kultur. Die Alten bekamen im gesellschftlichen Gefüge eine wichtige Rolle, weil sie Hüter des Wissens waren. Das Lebensalter stieg deutlich an. Bis zum nächsten evolutionären Schritt, der Entwicklung der Schrift waren es dann gute 19.000 Jahre. Viel Zeit um das neue Gut der Sprache in den Köpfen der Menschen zu verankern und zu etwas selbstverständlichen zu machen.

So viel Zeit bleibt uns heute nicht mehr bis zum nächsten, errechneten evolutionären Milestone.

18.12.06

13:00
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Michael Holzer
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Will ich nicht, brauch ich nicht.

Muss ich das haben, dass nun die ganze Welt auf mich zeigt, und MICH zur Person des Jahres macht? Darf ich nun endlich stolz sein, nur weil ich in einer Liste mit allen amerikanischen Präsidenten und auch Hitler (1938), Stalin (1939) und Ayatollah Khomeini (1979) stehe?

Der einzige Vorteil des Mediengesülzes der Time zur Person des Jahres dürfte sein, dass nun auch die TopTopTop-Entscheider spitzkriegen müssten, dass sich da was tut worauf sie endlich reagieren sollten. Und das Time-Magazin hat, wie in den Jahren davor wieder für Lesestoff in der Sauren-Gurken-Zeit gesorgt.

30.11.06

15:36
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Michael Holzer
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Deutschland Online 4 Studie

Heute wurde die von der Deutschen Telekom, der Burda Media GmbH und dem Euro Lab in Auftrag gegebene Studie Deutschland Online 4 präsentiert. Die Studie zeigt den aktuellen Entwicklungsstand und Perspektiven bis zum Jahr 2015 im deutschen und internationalen Breitbandmakt. Befragt wurden dabei über 6300 Konsumenten und 115 Experten aus den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt, Gesellschaft und E-Government. Themen der Studie sind u.a. die Digitalisierung als Entwicklungsmotor, Internet TV, Web 2.0 sowie Bildung, Arbeit und Digital Lifestyle in der Informationsgesellschaft.

Ein grosser Trend ist das Social Web. Die längste Zeit war das Internet ein Ort, an dem viele Inhalte und Dienste angeboten wurden, die das Gros der Teilnehmer nur passiv nutzte. Das Internet wird sich in Zukunft zu einem Medium wandeln, das in hohem Maße durch die Interaktion der Nutzer (z. B. Blogs, Foto-/Video-Exchange, Communities) geprägt ist. Dies hat für Unternehmen erhebliche Auswirkungen auf das Marketing. Für Unternehmen wird das Social Web immer wichtiger, um die Kunden zu erreichen. So wird in Zukunft jedes Unternehmen bestrebt sein, in Kundenblogs oder produktbezogenen Online-Communities positive Empfehlungen zu erhalten, um sein gutes Image zumindest zu erhalten.

Für Involvierte nichts wirklich neues, ausser dass bei einem Sechsländervergleich nur Großbritannien und Frankreich beim Entwicklungsstand schlechter als Deutschland abschneiden. Es gibt also noch jede Menge zu tun!

29.11.06

10:42
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Michael Holzer
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Post it´s für den Browser

Was machen diese 4 Männer in weissen Anzügen, die mit Notizen beschrieben sind, in New York? Sie präsentieren Fleck.

fleck_1

Fleck, das sind digitale Post it´s. Für die einen sind sie der Alptraum schlechthin, für Andere wiederum sind die gelben Klebezettelchen der Stein der Weisen wenn es um Merken und Gedankenmanagement geht. Für eben diese Gruppe, deren Monitore und Schreibtische von den beschriftbaren Klebeetiketten nur so strotzen, gibt es nun die perfekte digitale Erweiterung. Mittels einer kleinen Ajax-Toolbar kann man nun jede Website mit Anmerkungen versehen und auch weiter versenden.

Beispiel sieht dann so aus »

3.11.06

12:33
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Michael Holzer
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iLike

iLife screenshot

Die Entwickler von Garageband haben ein tolles PlugIn für iTunes entwickelt. Zur Erinnerung: Garageband.com (nicht verwechseln mit dem Apple-Soundtool) waren Vorreiter im Beschreiten neuer Vertriebswege für Musiker der Independentszene. Seit 1999 im Web, wurden Sie im Juni 06 mit einer Finanzspritze von 2,5 Mio$ gepimpt und haben ihr Service deutlich erweitert. Gerade hat man das PlugIn iLike zum Download freigegeben.

Nach der Installation von iLike erscheint es als zusätzliches Fenster in iTunes. Beim Hören von Titel in meiner eigenen Bibliothek werden nun verwandte Titel angezeigt, sowohl aus dem Musicstore (das wär noch nichts neues), aber auch Titel die man sich gratis und legal als mp3 downloaden kann, das ganze mit Vorhörmöglichkeit. Es kann auch ein Profil angelegt werden und Playlists mit anderen Usern geshart werden. Ein perfektes Service für die iPod- und MySpacegeneration.

8.8.06

22:15
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Michael Holzer
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Das Internet wird erwachsen

Gerade stehen wir an der Wende zu einer neuen digitalen Kommunikationskultur. Das Internet, mit seinen zumeist statischen Seiten, die unter verhältnismässig hohem Aufwand bearbeitbar waren und somit in sich abgeschlossene Inseln darstellten, ist Geschichte. Es heisst jetzt Web 2.0 und beschreibt ein neues Netzverständnis, eine veränderte Wahrnehmung und Nutzung des Internet. Technische Grundlage dafür sind eine Kombination von Technologien, die zum Teil bereits Ende der 1990er Jahre entwickelt wurden. Allen voran sind es offene Programmierschnittstellen (API´s) die einen standardisierten Datenaustauch ermöglichen. Die, dadurch zahlreich entstandenen, Anwendungen nennt man Social Software.

Bei der Entwicklung solcher Anwendungen spielt die Philosophie von Open Source eine wesentliche Rolle. Der Fokus liegt demnach wieder beim User und seinen Bedürfnissen. Social Software ist in der Regel kostenlos verfügbar und unterstützt die digitale Vernetzung und Interaktion zwischen Usern und somit die Bildung von sozialen Netzwerken und Communities. Für diesen Trend stehen neben den immer populärer werdenden Wikis, bekanntestes Beispiel: Wikipedia, vor allem die rasant steigende Zahl von Weblogs weltweit. Benutzer können  einfach Beiträge publizieren, die von anderen Benutzern kommentiert werden können. Es entsteht ein Gefühl von Zusammengehörigkeit, das als “Blogosphäre” bezeichnet wird. Der Internetbrowser wird dabei zur Schnittstelle, das Internet zur Plattform. Die Installation von Software auf dem eigenem Rechner wird hinfällig. Die Grenzen zwischen lokaler und dezentraler Verfügbarkeit und Bearbeitung von digitalen Daten heben sich grossteils auf. Lautete die Devise im “alten” Internet noch “one to many”, zeigt die Tendenz im Web 2.0 deutlich auf “many to many”.

Das bringt viele Chancen aber auch Risken. Die verkrampfte Suche nach neuen Geschäftsmodellen auf Basis von Web 2.0, würde bedeuten die Fehler der dotcom-Äera zu wiederholen. Für Unternehmen steckt im Web 2.0 aber weit mehr, als “neue Geschäftsmodelle”. Viel wichtiger ist es aber zu evaluieren, wie ein Unternehmen Web 2.0 für effektivere Unternehmenskommunikation einsetzen, bzw. in bestehende Strategien einbinden kann. Die Frage sollte demnach nicht lauten: “Wie können wir damit Geld verdienen” sondern “Was bedeutet Web 2.0 für unser Unternehmen”.

4.8.06

1:20
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Michael Holzer
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Web 2.0 Longlist

Mein Gott, wann soll man sich das bloss alles anschaun? Die längste Linkliste mit Web 2.0 Anwendungen, ever.