EINVOLL
Artikel

25.8.08

23:26
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Michael Holzer
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Überlegungen hinter einem Design

Wenn ich mit Menschen über Design spreche, mache ich oft die Erfahrung, dass sich wenige vorstellen können wie so ein Designprozess abläuft. Ich möchte hier einmal einen Einblick in die Arbeit an einem unserer letzten Projekte, einem Corporate Design für einen Unternehmensberater geben. Der folgende Schriftzug entspricht noch nicht dem endgültigen Design, obwohl er Elemente davon in sich trägt. Wir verwendeten ihn auf der Übergangsseite im Web um das neue Corporate Design anzukündigen.

Konzept:
Initialen im Logo sind im Beratungsbereich eigentlich ein NoGo. Zuviel Ego. Trotzdem war der erste Gedanke in diesem Projekt mit dem Initial, einem »T«, zu arbeiten. Beim Skribbeln entdeckten wir, dass sich in einem »T« ein Würfel verbirgt. Meinem Gefühl nach war das die richtige Spur, aber einen Würfel zu verwenden war mir dann doch wieder zu weit vom Grundgedanken des Initials entfernt. Zu statisch. Mir ging es auch darum zu visualisieren worum es in einem erfolgreichen Beratungsprozess geht: Transformation. Ich suchte also die Verbindung zwischen Initial und Würfel. Ich wollte weg von der Bestätigung des Egos, hin zur Wirkkraft der Arbeit. Alles war ein Frage des richtigen Blickwinkels.

Prozess: Aus Karton schnitt ich ein »T« aus, faltete es zu einem Würfel und spielte mit verschiedenen Positionen um zu sehen wie weit sich der Würfel zu einem T öffnen sollte. Nachdem ich mir sicher war dass sich die Idee auch wirklich visuell umsetzen lässt, baute ich das Modell mit Googles SketchUp nach. Mit diesem frei bewegbaren 3D-Modell konnte ich nun ganz genau den perfekten Blickpunkt und den Grad der Öffnung des Würfels bestimmen. Um eine skalierbare Vorlage zu haben die man später weiter verwenden konnte bauten wir das Logo im Illustrator noch ein letztes Mal und bestimmten dabei auch gleich Farbwelt und Typografie. Dieser streng geometrischen Bildmarke musste unbedingt ein geschwungenes Schriftbild Paroli bieten. Aber auf keinen Fall zu feminin, das kommt in dem Umfeld nicht besonders gut. Meine Wahl fiel auf die Corporate S, die auch schon Mercedes gefallen hat. Farben sind in der Beratungswelt fest vergeben, Frauen präsentieren sich vorwiegend Rot bis Braun, Männer zumeist im stumpfen Blau. Gähn! Ich liebe die Reduktion, warum also nicht mal ohne Farbe im Logo, nur Schwarz und Weiss, und Farbakzente nur in der Bildsprache? Ein weiteres Stilelement dass sich während des Designprozesses ergeben hat war die Perforationslinie, die notwendig war um den Würfel im Karton falten. Lässt sich wunderbar visuell ein- und umsetzen. Auch im Web, anzusehen auf der Website Teichgraeber.de. Alle Texte wurden vom Auftraggeber vorformuliert und von uns in der Tonalität geschliffen und mediengerecht adaptiert.

Timeline: 80% unserer Auftraggeber haben ihren Standort in D-Land und ich werde deshalb oft gefragt, wie sich Projekte über diese Distanzen handeln lassen. Zumeist reichen zwei strategische, und deshalb persönliche Termine. Einmal, zum Kennenlernen und Briefing, und ein weiterer für die Präsentation von Konzept und Design. Alle weiteren operartiven Schritte werden via Mail und Telefon abgewickelt. Entwicklungszeit für dieses Projekt waren etwa 10 Wochen, vom Erstgespräch bis zum Launch der Website. Und jetzt bleibt mir nicht viel mehr als viel Erfolg zu wünschen.

Website besuchen: www.teichgraeber.de »

31.3.08

22:23
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Michael Holzer
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Jedes Mahl ein kleines Fest

Sie fehlt mir. Wirklich! Vor etwa zwei Jahren, als sich Judith von der Arbeitsbühne unserer kleinen, feinen Agentur zurückzog um 100% Mama zu sein, dachte ich nicht dass sie hier ein so grosses Loch hinterlassen würde. Gemeinsam haben wir EINVOLL vor 6 Jahren gegründet, wir haben das Baby durch die Pionierphase und manchmal auch auftragsarme Zeiten geführt und durften aber schon bald den verdienten Erfolg miteinander teilen.

Kinder verändern viel in einem Elternleben und sind eine ständige Herausforderung sich den eigenen Sichtweisen immer wieder neu zu stellen. Am Ende ist nichts mehr wie es am Anfang schien. Und das ist auch gut so. Nach Judiths Rückzug ins Privatleben dauerte es eine Weile bis ich EINVOLL wieder neu ausgerichtet hatte. Nachträglich betrachtet war es das Beste was mir passieren konnte. Am Anfang noch ziellos, ist es heute gelungen das Agenturprofil so zu schärfen dass ich mir das erste Mal in meinem Arbeitsleben keine Sorgen mehr über die Zukunft machen muss. Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an alle unsere mitlesenden Auftraggeber.

Meine Frau ist, im Gegensatz zu mir, mit Urvertrauen gerüstet und macht sich über die Zukunft nicht allzusehr den Kopf. Sie hat ein veritables Lebensmotto, sie folgt einfach ihrer Leidenschaft. Und die ist das Kochen, oder besser gesagt: der Genuss. Als wir uns Nov 2001 kennen lernten, war Sie Organisatorin und gute Seele fremder Ideen, heute betritt Sie Ihre eigene Bühne und möchte für und mit Menschen kochen, Feste organisieren und all ihre Erfahrungen weitergeben. Und mir wurde die Ehre zu Teil ein Kommunikationskonzept für sie zu entwickeln. Aus Judith Holzer wurde:

Schriftzug

Titi Laflora ist einer der unzähliges Kosenamen die mir in der ersten Zeit unserer Verleibtheit in den Sinn kamen. Er ist ihr über die Jahre geblieben und steht ihr heute besser denn je. Von Beginn des Designprozesses an, vor etwa einem Jahr, war klar dass wir diesen Namen verwenden wollen. Auch die Wahl des Schriftzug war ein Entwurf der ersten Stunde, da konnte auch langwieriges Herumfeilen daran nichts ändern. Die Hilfe unseres Haus- und Hoftypografen brachte uns wieder auf den richtigen Weg.

Tradition, Individualität und Leichtigkeit

Diese drei Werte sollte das Design transportieren. Aber nicht im engen Korsett eines klassischen Corporate Designs sondern in einer leichtfüssigen Bildsprache die sich individuell adaptierbaren lässt. Nach dem Namen und dem Schriftzug entwickelten wir gemeinsam mit Jan Maan die Bildmarke, ein Portrait Judiths im Retrolook. Daraus leiteten wir weitere Designmodule und das Farbklima für die Bildsprache ab.

visitenkarte

Im Zuge der Strukturierung der Website entwickelte sich der Leitspruch »Jedes Mahl ein kleines Fest« und ein detailverliebtes Wording von der Angebotspalette bis zur Emailadresse. Das Design für die Website war dann allerdings ein echt harter Knochen. Erst in der fünften Entwurfsphase hatte ich eine Basis auf der ich dann gemeinsam mit Judith die Feinheiten entwickeln konnte. Manche Designelemente entwickelten sich erst während der liebe Moritz die Website programmierte. Seit ein paar Tagen ist sie nun online, wird aber in der nächsten Zeit noch kräftig weiterentwickelt. Für die Zukunft haben wir auch einen Videocast geplant.

Und hier gehts zur Website: www.titilaflora.net »

14.3.08

14:13
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Michael Holzer
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30.10.07

17:37
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Michael Holzer
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Ein Stern allein auf weiter Flur. Wohin sinkt er nur?

mercedes

Ein Freund von mir vertritt die These, diese Karre sei einer der Beweise, das Gott nicht existiert. Ich glaube eher, dass Gott beim Zusammenschrauben von einigen Daimler-Managern ein paar Dichtungsringe vergessen hat. Dennoch: auch so ein Auto hat es verdient, dass es in der Werbung mit Anstand und Würde behandelt wird.

Mercedes hat Logo und Erscheinungsbild überarbeitet. Bei Marken dieser Grössen handelt es sich dabei meistens um das Glattziehen der Altersfalten als um etwas wirklich Neues. Der Stern wurde zweidimensional, was meiner Meinung nach ohnehin besser aussieht und in den komplexen Anwendungen eines Konzerns einen grossen Vorteil darstellt. Gravierend jedoch ist vielmehr dass ab jetzt der Stern auch ohne den Namen Mercedes verwendet werden darf soll muss kann. Was die Brandmanager bei Mercedes bei der Präsentation des neuen Design so von sich gaben kann man bei Bernd Kreutz im Reklamehimmel nachlesen. Das ist übrigens jener Herr der für die geniale Kommunikation von YelloStrom verantwortlich zeichnet.

9.7.07

11:55
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Michael Holzer
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High Tide Heels

high tide heels

Nicht-Präsenz erzeugt heute wo alles und jeder gegoogelt werden kann ein Vakuum, das mitunter aufmersamkeitsstärker sein kann als das laute »Kauf mich, hier und jetzt!« Geschreie. Ich hab jedenfalls nichts gefunden was auf Hersteller oder Kaufmöglichkeit hinweist. Dem sich spiegelnden Autokennzeichen zufolge könnte es die Entenpatscherln aber in Belgien geben.

7.7.07

12:13
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Michael Holzer
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Achtet mir die Programmierer

strukturierter Text

Seit es Gedrucktes gibt haben wir gelernt auf eine ganz bestimmte Art zu lesen. Zeile für Zeile, von links nach rechts, zumindest in unserem Kulturkreis. Seit ein paar Jahrzehnten nehmen wir Information aber immer häufiger auf Bildschirmen zu uns. Unser Wahrnehmungsverhalten hat sich dem Medium jedoch kaum angepasst, vielleicht weil wir das nie hinterfragt haben.

Über Programmierer kann man sagen was man will, aber wenn Code geschrieben wird, dann so, dass er übersichtlich ist, zumindest wenn der Coder sein Fach versteht und nicht Feind seiner Zeit ist. Reading Online beschäftigt sich mit einer verbesserte Art der Informationsaufbereitung und orientiert sich dabei an den Strukturen von Programmiersprachen. Visual-Syntactic Text Formatting (VSTF) gliedert Texte mit Einrückungen und in kurzen Zeilen. Das fokussiert Aufmerksamkeit, schafft neue Strukturen und macht Texte wesentlich schneller erfassbar als herkömmliche Satzbilder auf totem Holz.

Ein interessanter Ansatz für die Gestaltung von Text, ausserhalb von Programmcodes hab ich das noch nicht bewusst wahrgenommen. Mal schaun wo sich das einsetzen lässt.

[via information aesthetics]

27.6.07

8:28
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Michael Holzer
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Guten Morgen

parkhotel

Wer schon immmer mal in einer Röhre schlafen wollte, im Parkhotel Ottensheim bei Linz gibt es die Möglichkeit. 3 Betonröhren mitten in einem Park. Zu bequemen Schlafkoyen umfunktioniert und über´s Internet reservierbar. Bezahlt wird nach Fairplay-Prinzip. Super Idee!

26.6.07

22:18
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Michael Holzer
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Simplicity

Seit ein paar Tagen sitze ich jetzt schon über einem neuen Projekt, recherchiere und skribble und es kommt nichts dabei rum. Gar nichts. Wenn man sich so mal richtig in einem Projekt verstrickt hat, wird es Zeit etwas Anderes zu tun. Und machte mich auf um Bücher gucken zu gehen. Und fiel in einen wahren Kaufrauf. Drei Designbücher über Papierveredelungen, italienische Broschüren und Global Corporate Indentity sind jetzt Meins. Aber den wahren Schatz meiner Einkauftour hab ich gleich zu Beginn meiner Einkaufstour entdeckt und eigentlich hätte es die drei anderen Bücher gar nicht mehr gebraucht.

Simplicity von John Maeda fiel mir ins Auge weil es so ein dünnes Büchlein war, was für Meinereins, den das Lesen eher anstrengt, allein schon einen Kaufreiz auslöst. Zudem kannte ich den Autor schon. 2000 hab ich sein Buch Maeda & Media verschlungen. Das war (und ist) viel, viel dicker, nähmlich 450 Seiten schwer. Aber voller inspirierender Grafiken die er allesamt automatisiert mit Computerprogrammen entwickelt hat. Er war (und ist) der Urvater der Softwaregestützen Designs. Seine ersten Experimente mit Computerkunst führte zu den dynamischen Grafiken, wie man sie heute auf vielen Seiten im Netz findet.
Doch die Zeiten wandeln sich (klingt das nicht altklug) und heute finden wir vieles was uns da an Bewegtbild auf den Monitor kommt schlicht nervig. John Madea, heute Forschungsdirektor am Medialab am MIT, ist sich seiner Rolle als Initiator dieses Trend voll bewusst und genau darum hat er Simplicity geschrieben. In dem Buch beschreibt er auf einfachste Weise die Komplexität der Einfachheit. 10 Gesetze mit deren Hilfe man nicht nur perfekte Benutzeroberflächen schaffen kann sondern auch sein Leben reorganisieren kann. Und er schreibt über Gefühle, man möge sich das bitte vorstellen: ein Programmierer und Designer schreibt über Gefühle. Das erinnert mich schon fast an Cluetrain.

9.1.07

21:14
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Michael Holzer
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iPhone ist endlich da

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Gerade hat Steve Jobs auf der Macworld in San Francisco das neue iPhone präsentiert. Haben wollen!

Details bei Engadget »

2.1.07

16:49
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Michael Holzer
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Geschenksidee

Wenn´s um Schmuck geht steh ich ja mehr auf Ideen als auf Karat. Diese Jahr gab´s für die Gattin das hier. Aber das hier sieht auch nicht schlecht aus.


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