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19.4.06

22:59
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Judith Holzer
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Ausnahme|Zustand

Das in Deutschland stattfindende Filmfestival Ausnahme|Zustand mit Start am 27.04.2006 will Menschen ins Gespräch bringen zu einem Thema, das uns Angst macht, das wir tabuisieren, über das wir in der Öffentlichkeit nur ungern sprechen: Psychische Erkrankungen. Die Protagonisten der Filme sind Menschen mit psychischen Erkrankungen, auf der Suche nach ihrer eigenen Identität im Spannungsfeld zwischen Neugier und gesellschaftlicher Stigmatisierung. Gesprächsangebote begleiten die Vorführungen von Ausnahme|Zustand. In diesen Foren können Menschen, die psychische Krankheit durchgemacht haben, ihre Angehörigen und Experten mit dem Publikum diskutieren. Gestalter der Foren und Festivalpartner vor Ort sind Selbsthilfegruppen, Betroffenen- und Angehörigenorganisationen, Verbände und Einrichtungen, die sich für die Erhaltung und Förderung der seelischen Gesundheit engagieren.

Es gibt auch andere Wege, als den mit Medikamenten. Nicht für jeden, aber es gibt ihn. Psychische Erkrankungen umfasst ein großes Feld.
Gerade letzte Woche erhielt ich einen Anruf von einer jungen Frau, die ich schon seit einigen Jahren mit meiner Liebe und meinem Glauben an sie begleite. Sie war verzweifelt. Zur Zeit ist sie in Gesprächstherapie. Die Psychologin schlug ihr eindringlich vor die Therapie mit Medikamenten zu unterstützen. So könne man mit ihr nicht mehr arbeiten. Sie unterstützte ihren Vorschlag mit dem Argument, dass es in ihrer Familie viele psychische Störungen gib. Bei ihr ist jedoch noch keine eindeutige Diagnose gestellt worden. Sie ist oft verwirrt und kreist orientierunglos durch ihre Gedanken und somit durch die Welt. Mein Gefühl war, sie hat keine Heimat in ihrem Körper.
Ich folgte meiner Intuition und empfahl ihr eine Körpertherapeutin in ihrer Nähe.
Eine Frau mit einer großen Liebe, viel Erfahrung und viel innerem Raum.
Einer Psychologin sollte es bekannt sein, dass man gerade bei psychischen “Verrückungen” mit dem Körper arbeiten sollte. Viele greifen lieber erst einmal zu Medikamenten. Das soll nicht heißen, das es auf Dauer ohne geht.
Auf jeden Fall wird in Deutschland zu schnell zu Medikamenten gegriffen.

monika + kurt

nicht nur in deutschland ist das der fall, leider.
aber es wird immer mehr zu natürlichen und
eigentlich naheliegenden therapien gegriffen,
so kommt es mir vor !?
hoffentlich irre ich mich nicht.

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