EINVOLL

17.3.06

19:25
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Michael Holzer
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Archiviert in:
Audiophil
Event
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Trackback

70+ und kein bisschen leise

Die Musik von Kraftwerk, Michael Rother, Holger Czukay und nicht zuletzt Hans-Joachim Roedelius waren akustischen Wegbegleiter meiner Adoleszenz. Die Alben dieser Herren liefen in Powerrotation auf meinem, vom ersten selbst verdienten gekauften, Dual-Laufwerk und waren, ob der Lautstärke, sicher ein wesentlicher Grund warum mich die Nachbarn nicht so gern leiden mochten.

Als wir dann vor 2 Jahren, bei einer Live-Performance, Hans-Joachim Roedelius im TV gesehen haben, hat Judith ihn einfach angemailt. 2 Tage später sassen wir uns dann gegenüber. Selten hab ich so einen sprühenden Geist erlebt, so voller Ideen, so motivierend, so aktiv, und so schnell, dass er sich fast selbst überholt. Nach einer Stunde haben wir von gemeinsamen Projekten gesprochen, aus denen, zumindest bis jetzt, noch nichts geworden ist. Aber das kann ja noch werden. Jetzt gibt es wieder ein neues, kräftiges Lebenszeichen von ihm:

Flyer Joachim Roedelius

“Bands wie Kluster/Cluster oder Harmonia dienen Kennern der Pop-Historie gerne als visionäre Beispiele für „Krautrock“. Namen wie Brian Eno, Holger Czukay, Konrad Plank, Dieter Moebius, Konrad Schnitzler oder Michael Rother formieren eine imaginäre Versammlung der wichtigsten Konzeptionisten und Komponisten der Elektronik-Avantgarde der siebziger und achtziger Jahre. Er, mittendrin, hat mit ihnen allen gearbeitet. Und einen höchst umfangreichen, individuellen Klangkosmos geschaffen: Roedelius.

Roedelius ist Pionier auf dem Gebiet der Erforschung und musikalischen Verwertung elektrisch generierter und manipulierter Geräusche, Töne und Klänge. Er gehört unzweifelhaft zu den Vätern der zeitgenössischen, elektronischen Instrumentalmusik. Die der Schöpfer selbst als klingende Literatur, als Philosophie der Hörsphären, als Klangkino oder Horchtheater bezeichnet. Im Vorjahr machte der legendäre Künstler, der seit vielen Jahren in der Nähe von Wien lebt, mit seinem Projekt Lunz und einem feinen, kleinen Festival in Lunz am See von sich hören.

Dieses Jahr erscheint nun „Works 1968 – 2005“, eine Anthologie in Form einer Doppel-CD, die das komplette Schaffen Roedelius’ umspannt. Prominent ist das Label: Groenland – Herbert Grönemeyers privates (und dabei ungemein erfolgreiches) Avantgarde-Biotop.” (Walter Gröbchen)

Weitere Infos zur Veranstaltung
Roedelius Webseite

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