Im Zuge der Produkteinführung von Qikbee, einer Software für Praxisverwaltung von Physiotherapeuten, haben wir vier Anzeigen gestaltet. Die Inserate wurden in aufeinander folgenden Ausgaben eines Fachmagazins für Therapeuten geschalten. Weitere Bilder zum Branding von Qikbee gibt es auf der Projektseite.
#1 Markteinführung

#2 Terminplanung für Teams

#3 Abrechnung mit Krankenkassen

#4 Stammdatenverwaltung

Peter Glaser über den Übergang zur Hypermoderne:
Früher, sagt ein Verlagsmann, hatten wir einen Zustand, dann kam eine Veränderung, dann ein neuer Zustand. Jetzt ist Veränderung der Zustand.
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Die Grüne Wirtschaft veranstaltet eine Konferenz mit dem Thema: “Game Over – Die Zukunft der Finanzwirtschaft nach dem Crash”. Zitat auf der Einladung (pdf):
[…] Kann man die angeblich schuldigen Investmentbanker allein verantwortlich machen, oder sind wir alle “Mittäter” eines ausser Kontrtolle gratenen Systems? Gehen wir nach kurzer Panik wieder zur Tagesordnungs über, oder besteht die Chance, eine neue Weltfinanzordnung zu entwickeln? Kann und wird die Politik die Märkte zügeln, oder wird aus dem Ende mit Schrecken ein Schrecken ohne Ende? […]
Soweit so gut, aber wofür bitte braucht es auch noch ein “Finanzkrisen Gewinnspiel”. Welcher Hirsekopf zeichnet dafür verantwortlich und wer textet so einen Schwachsinn?

Anfang der 90er, damals als Rechner mit 80 mb Festplatte schon State Of The Art waren, erfreute mich allmonatlich die vorletzte Seite von Tempo. Ein gewisser Peter Glaser unterzog dort in seiner Kolumne »Glasers heile Welt« der technischen Lebensart jener noch Internetfreien Zeit einer amüsant kritischen Begutachtung.
Glaser über Glaser: “1957 als Bleistift in Graz geboren, wo die hochwertigen Schriftsteller für den Export hergestellt werden; lebt als Schreibprogramm in Berlin”
In zwei Videointerviews beim elektrischen Reporter, bespricht er die Anfänge des Computerzeitalters aus seiner Sicht. Mit poetischem Witz und so, dass auch Nicht-IT-ler nicht jedes zweite Wort sich ergooglen müssen. Und jetzt bloggt er. Das Design, wenn man überhaupt von einem solchen sprechen kann, ist unterirdisch. Ok, da muss man durch. Aber dafür gibts ja eh RSS.
Wir sehen uns in die Glaserei »

Seit es Gedrucktes gibt haben wir gelernt auf eine ganz bestimmte Art zu lesen. Zeile für Zeile, von links nach rechts, zumindest in unserem Kulturkreis. Seit ein paar Jahrzehnten nehmen wir Information aber immer häufiger auf Bildschirmen zu uns. Unser Wahrnehmungsverhalten hat sich dem Medium jedoch kaum angepasst, vielleicht weil wir das nie hinterfragt haben.
Über Programmierer kann man sagen was man will, aber wenn Code geschrieben wird, dann so, dass er übersichtlich ist, zumindest wenn der Coder sein Fach versteht und nicht Feind seiner Zeit ist. Reading Online beschäftigt sich mit einer verbesserte Art der Informationsaufbereitung und orientiert sich dabei an den Strukturen von Programmiersprachen. Visual-Syntactic Text Formatting (VSTF) gliedert Texte mit Einrückungen und in kurzen Zeilen. Das fokussiert Aufmerksamkeit, schafft neue Strukturen und macht Texte wesentlich schneller erfassbar als herkömmliche Satzbilder auf totem Holz.
Ein interessanter Ansatz für die Gestaltung von Text, ausserhalb von Programmcodes hab ich das noch nicht bewusst wahrgenommen. Mal schaun wo sich das einsetzen lässt.
[via information aesthetics]