Wer die Wahl hat…

…hat die Qual.

Alles klar, über 1/4 der Wiener Wähler ist der Angstmacherei und dem Opportunismus des FPÖ-Wahlkampfs auf den Leim gegangen. Nicht ganz so viel vielleicht, wenn man den ewig gestrigen brauen Bodensatz der Partei abzieht. Mastermind Kickl hat wieder oppulent die Kommunikationsorgel gespielt. Der Mann ist genial, arbeitet aber leider auf der falschen Seite. Brainwash him! Von dem werden wir noch einiges vorgesetzt bekommen. Und es wird funktionieren weil sich die SPÖ mit selbstgefälliger Arroganz langsam selbst beerdigt. So sehr ich auch die Geradlinigkeit unseres Bürgermeisters zu schätzem weiß, aber wir leben in einer Demokratie. Schon lange! Und die anderen? Die ÖVP bringt weniger Vision an den Start wie der Vatikan und die Situation der Grünen beschreibt Florian Scheuba im heutigen Standard so:

Die Grünen sind ein Flugzeug: Vassilakou eine ehrgeizige Pilotin, Van der Bellen ein erfahrener Co-Pilot – und ihre Parteibasis sind 4000 Tonnen Koffer Übergewicht, die dafür sorgen dass der Flieger nicht mal bis zum Rollfeld hinaus kommt. Dass er auf diese Art niemals abheben wird, stört die meisten Insassen nicht, da sie keine Vorwurf mehr fürchten als den der Abgehobenheit. Und so spielt man das Flugszenario “Turbulenzen” eben auf dem Boden nach.

Stimmt, aber trotzdem hab ich sie gewählt. Das kleinste Übel eben, tut am wenigsten weh.

Ach ja, einen noch, für die 27% Hirnlosen: Immer drauf achten, dass man noch etwas zu sagen hat wenn man seine Stimme abgibt.

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Das Internet ist ein Kulturraum

Mit den Formulierungen Digital Natives und Digital Immigrants konnte ich mich nie so richtig anfreunden. Da wird der Umgang mit Onlinemedien anhand des Geburtsjahrgangs definiert. In seiner aktuellen Studie zeichnet Dr. Peter Kruse anhand von Heavyusern ein Bild der tatsächlichen Einwohner des Internets. Und er identifitziert und beschreibt die völlig konträren Gruppen der Digital Residents & Digital Visitors.

Auf der re:publica 2010 hat er einen ausserordentlich schnell gesprochenen Vortrag darüber gehalten, wie das Internet unser Wertesystem, und dadurch Gesellschaft und Wirtschaft verändert. Sein Fazit: Wir stecken bereits mittendrin in einem radikalen Wandel. Wobei “stecken” auch wörtlich zu verstehen ist. Eine Diskussion über die Frage Internet, Ja oder Nein ist müßig. Es geht nur mehr um Wie und Warum. Der kulturelle und gesellschaftliche Wandel ist nicht mehr zu stoppen. Außer man schaltet das System ab. Worauf warten wir also noch?

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Das ganze Interview bei Youtube: Teil 1 | Teil 2 | Teil 3

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Das macht Hoffnung

Kinder fragen deutsche Politiker nach dem Internet. Was ist eigentlich ein Browser, und was bitte eine Homepage? Wird es Zeit für einen Generationswechsel?
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