Im Zuge der Umbauarbeiten an der Einvoll-Website ändert sich auch einiges an der bisherigen Struktur. Das Blog ist schon seit ein paar Tagen online. Aus diesem Grund gibt es auch neue Adressen der RSS-Feeds für Beiträge und Kommentare:
RSS-Feed für Beiträge: http://einvoll.net/feed/
RSS-Feed für Kommentare: http://einvoll.net/comments/feed/
Sorry, wegen der Umstände. Verspreche hiermit öffentlich, dass so etwas nicht mehr vorkommt.
Anlässlich der Berlinale-Präsidentschaft von Tilda Swinton zeigt 3sat dieser Tage ein paar Pflichtfilme mit der grandiosen Schauspielerin. Zumeist spätabends, wo ein schwerarbeitender Familienvater entweder noch hackelt, möglicherweise aber auch schon das Ohr am Kissen liegen hat. Genug Gründe nach Möglichkeiten zu suchen, das Fernsehprogramm online aufzuzeichnen. Zumal bei uns daheim weder Video-, DVD- oder Festplattenrecorder oder sonstige Staubfänger zu finden sind.
Das, von Geschmackstutor Bohlen (der mit Becel auch seinen Colesterinspielgel gesenkt hat) beworbene save.tv macht zwar auf kostenlos, ist es aber letztlich nicht. Gleiches gilt für shift.tv. In einem Diskussionsthread auf standard.at bin ich dann auf onlinetvrecorder.com gestossen.

Hier ist die Aufnahme von 17 Sendungen pro Monat kostenlos, was für meine Zwecke reichen dürfte. Soviel habe ich nicht aufgenommen seit Betamax und Video2000 das Zeitliche gesegnet haben. Spätestens dann, wenn einem von den Zappelbannern, Slide-In-Ads, PopUps und PopDowns die Augen zu brennen beginnen weiss man auch warum das kostenlos ist. Duch Klicks auf die Werbung kann man Bonuspunkte sammeln und damit sein Aufnahmekontingent erweitern. Man kann aber auch zusätzliche Punkte Kaufen.
Auch das Design und die Benutzerführung sind nicht für schwache Nerven. Eine Anmeldung ist erforderlich, es gibt einige interessante Features, zb. ein integriertes TV-Programm wo man per Drag & Drop Sendungen zur Aufnahme markieren kann. Wenn man sich einmal zurechtgefunden hat, gehts jedoch recht flott. Im Angebot sind etwa 50 Sender ORF, die man zeitgesteuert programmieren kann. Vor und nach der Zeitmarkierung wird ein Zeitfenster eingerechnet damit Verzögerungen im Programm zu keinen Fehlern führen. Eine Email informiert dass die Aufnahme zum Download bereit steht.
Wenn man nicht in einer Warteschleife versauern will benutzt man am besten einen der zahlreichen Mirrorserver die auch einen recht flotten Datendurchsatz (600kb/sec). Wer aber glaubt jetzt gucken zu können wird enttäuscht. Aus Rechtegünden ist die Aufnahme kodiert. Ich hab mich eh schon gefragt wie das rechtlich aussieht. Das Thema ist nicht restlos geklärt und wird irgendwie als Privatkopie abgehandelt. Für die Dekodierung werden hier für Mac/Win/Linux Tools angeboten. Und jetzt wirds richtig tricky, denn der Dekodierer ist nur über das Terminal zu bedienen. Es liegt zwar eine ausführliche Beschreibung bei, aber ich bezwiefle dass das was für jedermann ist. Wenn man dann auch diese Hürde gemeistert hat, darf man sich an einer 512x384px DivX kodierten Datei erfreuen.
Der (illegale) Download via Torrent ist mit Sicherheit einfacher. Und überhaupt: Wann gibts endlich legal Filme im iTunes Musikstore?

Goggle verarbeitet mit 1.000.000 Servern weltweit etwa 40 Milliarden Suchanfragen pro Monat. Findige Köpfe haben ausgerechnet dass eine Suchanfrage die gleiche Energie verbraucht wie eine 11 Watt Energiesparlampe in einer Stunde. Google selbst macht dazu natürlich keine Angaben. Und trotzdem ist das immer noch energiesparender als zu telefonieren oder ein Fahrzeug in Bewegung zu setzen.
Nicht nur auf Seiten der Rechenzentren und Serverfarmen wird Energie verbraucht. Unsere Bildschirme sind für mindestens die Hälfte des Stromverbrauch zuständig. Der Stromdurst von hinterleuchteten Displays lässt sich mit Blackle zügeln.
Seit ein paar Wochen leitet Chello bei einer falschen Adresseingabe im Browser auf eine eigene Website um. Angeblich um unerfahrene Internetbenutzer nicht durch browserinternen Fehlermeldungen zu frustrieren oder zu verunsichern. Okay, das übernimmt, für den unerfahrenen Benutzer, jetzt Chello selbst. Und pappt auch gleich ordentlich Vorschläge auf die Seite was ich denn stattdessen tippen oder klicken könnte. Darunter auch reichlich Werbung. Ein Schelm wer da an neue Geschäftsmodelle denkt? Ausschalten ist aber möglich, wenn gleich der Link nicht so schnell zu finden ist.
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Auf Projektebene beginnt das neue Jahr vielversprechend: zwei Identity-Projekte mit neuen Kunden, das bedeutet viel Recherchearbeit in neuem Terrain. Im Zuge der Recherche zu Organisationssoftware bin ich gerade über den Link zu Red Bull Creative gestolpert. Die hausinterne Agentur von Red Bull bietet ihre Leistungen auch anderen Auftraggebern an. Ziemlich abgefahrene Idee, denn man verzichtet gänzlich auf das “Wir sind so toll”-Gesülze. Es gibt nicht mal eigenen Webspace, denn die Startseite führt zu einem Kommentar eines Forumeintrag bei Ads of the World, einem Archiv für Werbung. Auch die drei Menüpunkte sind Einträge in anderen Foren. Passend zum Thema, findet man die Philosophie als Kommentar in einem Esoterikforum, das Portfolio findet man in einem Bastelforum und die Kontaktseite linkt zu einer Dating-Plattform. Nette Idee für die es eine gehörige Portion Selbstbewusstsein braucht. Allerdings gibt es bei Red Bull wenig zu verlieren. Bin trotzdem gespannt wie lange es dauert bis die Forenbetreiber reagieren. Schliesslich nutzt man einen mehr oder weniger öffentlichen Raum für kommerzielle Zwecke.

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde. Auf ein paar Tage kann es dann auch nicht ankommen. Mehr oder weniger bin ich jetzt auch in 2009 angekommen. Vor Weihnachten habe ich noch alle laufenden Projekte abschliessen können und die Zeit zwischen den Feiertagen habe ich genutzt um über den bevorstehenden Relaunch von Einvoll nachzudenken und ein paar Ideen auszuprobieren. Der Entwicklungsprozess gestaltet sich komplexer als gedacht, was mich eigentlich auch nicht verwundert. Für sich selbst zu entwerfen ist am schwierigsten, zumindest für mich. Ende Jänner sollte das Screendesign dann soweit sein dass man über Programmierung nachdenken kann. Wenn draussen wieder die Tulpen blühen hoffe ich auch mit der neuen Seite online gehen zu können.
Gerade herzlich gelacht über das Viral zum Agenturstart von LA RED aus Hamburg.
[via Mathias Richel]
Da soll einer noch behaupten Online Shops wären nicht sicher.

[via webkrauts]
Im Idealfall habe ich bereits während des Erstgesprächs mit einem Auftraggeber eine Designlösung im Kopf. Worüber ich aber zu diesem Zeitpunkt nie etwas erzähle, weil jede Intuition will auch überprüft sein. Zum einen durch eine Zielgruppen- und Konkurrenzanalyse, zum anderen durch das Herumspielen mit dieser ersten Idee. Im Fall der Designentwicklung für die MakeUp Artistin Antje Bockeloh hatte ich vom ersten Moment an das Gefühl, dass das Logo eine rein typographische Lösung sein sollte. Ein Schriftzug der sich von Buchstabe zu Buchstabe verändert, als würden Schichten aufgetragen werden. Die neue Helvetica ist eine Paradeschrift für so ein Projekt. Eine meiner Lieblingsschriften, war nie wirklich modern aber auch nie aus der Mode. Im Beautybereich erlebt sie gerade wieder eine Renaissance und ausserdem gibt es sie in einer Unzahl von Schriftschnitten. Und so sieht das Ergebnis aus:

Und noch etwas wusste ich von Projektbeginn an: Die Arbeit einer Maskenbildnerin besteht darin Gesichter zu verändern, zu kaschieren, neue Realitäten zu erschaffen. Die dazugehörige Website sollte vor allem in Bildern sprechen. Die Idee von Bildern die den gesamten Hintergrund einnehmen scheiterte aber fast. Mit Flash wär das kein Problem, haben wir auch schon vor 2004 Jahren für Wolfgangsee Literatur gemacht. Diesmal sollte die Website aber auf WordPress und in HTML laufen. Nach einigem Forschen hat er es dann aber wieder geschafft, der liebe Moritz. Und nun, nachdem wir dem langsamsten Provider der Welt Adieu gesagt haben und die Seite zu All-Inkl transferiert haben, freue ich mich hiermit unser gerade fertiggestelltes Projekt der kritischen Weltöffentlichkeit vorzustellen.
Hier gehts lang zu www.bockeloh.de
Stefan Niggemeier, freier Medienjournalist schreibt in seinem Artikel bei Zeit-Online über die Macht des Internets und die Ohnmacht der klassischen Medien:
Viele Argumente gegen die neuen Publikationsformen im Netz beruhen auf der Annahme, dass sich in dem ganzen Gewusel gute Informationen überhaupt nicht durchsetzen können. Doch darin steckt eine Geringschätzung des Publikums. Einiges spricht dafür, dass die Menschen Qualität als solche durchaus erkennen können. Das mag bei einer wachsenden Auswahl schwierig erscheinen – bei fehlender Auswahl war es das aber umso mehr. Und all den Schlamm, in dem die Trüffel stecken, werden wir lernen zu ignorieren.