Mein neues Lieblingsspielzeugs heißt Instagram. Der Name ist Programm, denn so unkompliziert war Fotografieren, Veröffentlichen und Sharen noch nie. Und Spass macht das Ganze außerdem. Ein paar Zahlen vorweg:
8 Mio. Anwender (Launch: Oktober 2010)
1,3 Mio Bilder werden täglich hochgeladen
133 Instagramers-Gruppen weltweit
Instagram wurde als mobile Anwendung entwickelt. Zur Zeit können Bilder nur mittels iPhone hochgeladen werden, eine Version für Android steht aber demnächst ins Haus. Auf der Website findet man lediglich ein Link für den Download der App im iTunes-Store. Aber dank der offenen Schnittstelle gibt es eine Reihe von Webbrowsern die Instagram auch auf dem Desktop sehr komfortabel machen, z.B. Inkstagram, Statigram, etc.
Beim Veröffentlichen kann man zeitgleich auch Twitter, Facebook, Flickr, und noch weitere Social Media Kanäle nutzen. Natürlich kann man seine Bilder auch gesammelt downloaden oder man lässt sie sich als Buch drucken. Der Einstieg ist wirklich einfach, und wenn man seine Kontakte von Twitter und Facebook übernimmt ist man von Anfang unter Freunden. Das Finden neuer Kontakte ist, wie bei anderen Diensten auch, ein Frage von Interesse, Intensität und Kontinuität.
Mein Reiz liegt in der Spontanität
Ich bevorzuge es direkt in Instagram zu fotografieren und auch sofort zu veröffentlichen. Mit einer Reihe von Effektfiltern kann man seinen Aufnahmen einen netten Vintagelook verpassen und seit kurzem gibt es auch das beliebte Tilt-Shift. Auf Bilder aus meinem iPhone-Album greife ich eher selten zurück. Mich fasziniert die Unmittelbarkeit, denn Fotomanipulation betreibe ich in meinem Job ohnehin zur Genüge. Ein wenig erinnert es mich auch an die guten alten Polaroids. Für mich ist das wie ein Skizzenbuch. Mir geht es dabei weniger um die beste Bildqualität, oder das feinste Korn sondern um Spontanität.
Meine gesammelten Bilder von Instagram gibt’s dort: http://statigr.am/debosco, eine kleine Auswahl schon hier:
Hinter Pic the Pic verbirgt sich ein neuer Webservice, den ich seit einem halben Jahr entwickle. Mit im Team sind Johannes Nagl und Moritz Kobrna, beides erfahrene Webentwickler und der Screendesigner Oliver Schöndorfer mit dem ich schon so manches Projekt gemeinsam realisiert habe.
Ein paar Worte zur Idee hinter dem Projekt: Pic the Pic ist ein Onlinedienst und richtet sich in erster Linie an Fotografen. Wir wollen den Kunden-Workflow nach einem Shooting so einfach wie noch nie machen. Für die gesamte Abwicklung braucht man lediglich einen Browser und Internetzugang. Das zeitintensive Brennen und Versenden von CD´s, FTP-Transfer, PDF-Produktion und der leidige Versand großer Datenmengen via Email sind damit Geschichte.
Mit Pic the Pic können Fotografen iher Aufnahmesets online organisieren und versenden passwortgeschützte Links für die Präsentation zum Kunden. Welcher in einem einfach zu bedienenden Showroom in aller Ruhe seine Aufnahmen ansehen, vergleichen, selektieren und die Endausarbeitung beim Fotografen beauftragen kann.
Es gibt mehrere Gründe die mich reizen wieder ein eigenes Projekt auf die Füße zu stellen. Allem voran Gestaltungsfreiraum. Da wir (vorerst) ohne Investor arbeiten, haben wir völlig freie Hand bei der Entwicklung von Produktdesign, Usability, IT, Vertrieb, Kommunikation und Support. Als Kommunikationsdesigner visualisiere ich in der Regel Ideen für Produkte, Dienstleistungen oder ganze Unternehmen die es oft noch gar nicht gibt. Ich gebe ihnen ein Gesicht und damit ist das der geilste der Job der Welt. Allerdings ist auch das beste Konzept immer nur so gut wie seine Umsetzung. Und da hat man natürlich nicht immer und überall Einfluß. Bei Pic the Pic haben wir den Finger auf jedem Baustein der Wertschöpfungskette.
Ein weiterer Grund ist die extrem befruchtende Arbeit im Team. Für die Entwicklung von komplexen Anwendungen im Web braucht es heute das Know How vieler Fakultitäten. Technik und Design lassen sich nicht mehr getrennt von einander entwickeln, und das logistische Backend muss wissen was an vorderster Front, bei den Anwendern passiert. Unser Team ergänzt sich wunderbar in unseren Talenten. Uns verbindet vor allem der Anspruch an Qualität. Und unseren Spaß am Fotografieren. Weshalb wir auch mit einer Teamarbeit am Wiener Fotomarathon 2010 teilgenommen haben.
Last but not least glaube ich und wünsche mir natürlich, daß Pic the Pic auch als Geschäftsidee Entwicklungspotential hat. Viele Fotografen haben bereits Interesse an unserem Webdienst angezeigt, und auf dem Markt wird (noch) kein vergleichbares Service angeboten. Die nächsten Monate werden zeigen ob Pic the Pic von den Anwendern angenommen wird. Oder nicht. Ende diesen Jahres werden wir mit einer geschlossenen Betaversion online gehen. Wir hoffen dabei auf das Feedback unserer Testnutzer, das wir widerum in die Skalierung und Usability der Software einfliessen lassen können. Die nächsten zwei Wochen haben wir auch noch unsere Umfrage online. Da gibt es auch etwas zu gewinnen.
Reisst mich immer wieder vom Stockerl wie Claudia Rogge das menschliche Individuum fotografisch in Szene setzt. Oben zu sehen eine aktuelle Arbeit mit dem Titel: ISO 100118. In aufwendig inszenierten Shootings entstehen die Einzelbilder und Sequenzen, die Sie durch Klonen und nachträgliche Bildmanipulation zu grossformatigen Kompositionen montiert. Eine scheinbar grenzenlose Masse, reduzierte Farben, zumeist Schwarz, Weiss oder Rot, und eine betörende Ästhetik, die man sich von 5.3. – 24.4.2010 in der Galerie Voss in Düsseldorf nicht entgehen lassen sollte.
Da such ich mir einen ab nach einem Plugin welches die Flickrgallerien sowohl in das Blog wie auch in den Feed einbettet. Um nach tagelanger Recherche festzustellen, dass Flickr selbst den Code ja anbietet. Und zwar direkt in der Diashow. Selbstumrundungen! Und jetzt wärs fein, wenn das auch noch funktioniert.
Hans Weishäupl zeigt 13 Diktatoren. Überlebensgroß, hautnah, verletzlich. Die Portraits entstanden nach aufwändiger Fotomontage. Die Fotobelichtungen haben eine Größe von 1,80m x 2,30m. Durch die hochauflösende Digitalfotografie erkennt man jedes noch so kleine Detail im Gesicht.
Wir fotografierten von November 2007 bis März 2008 in Hamburg, München, Wien, Dresden, Frankfurt, Berlin, Amsterdam, Moskau, Belgrad, London, Barcelona, Paris und Mailand mehr als 350 Personen. Aus ihnen entstanden die dreizehn FACES OF EVIL, zusammengefügt aus Gesichtern von Menschen des jeweiligen Landes. Das Portrait Hitlers besteht zum Beispiel aus 37 Personen. Seine Nase gehört einem Immobilienmakler aus Berlin, die Oberlippe ist von einem Schlosser aus Dresden. Die Frisur ist zusammengesetzt aus den Haaren eines Künstlers aus Weiden und eines Malers aus Bamberg. Das Kinn stammt von einem Hamburger Restaurantbesitzer, die Augen von einem Bankberater aus Frankfurt, die Tränensäcke von einem Feinmechaniker aus Bautzen, der Hals von einem Wiener Bankangestellten, der Bart von einem Koch aus Wuppertal… Jede Falte, jede Augenbraue, jeder Leberfleck wurde originalgetreu nachgebaut. Ebenso Narben, Hautschuppen, Nasenhaare, grobe Poren oder Tränensäcke.
Die FACES OF EVIL fordern durch ihre besondere, ungewöhnliche Herstellungsweise zur Auseinandersetzung auf: einerseits mit dem Menschsein von Tyrannen, andererseits damit, dass sich hinter dem Diktatorenkopf eine Vielzahl von Helfern und Helfershelfern verbirgt, die in ihrer Gesamtheit das Gesicht einer Schreckensherrschaft bilden.
Gerade auf Blogrunde ist Philip Toledanos Fotoportait seinen 94-jährigen Vater. Days with My Father ist ein berührender Einblick in eine Vater/Sohn Geschichte. Wunderschöne Bilder!
Update: Link repariert. Als Wermutstropfen empfinde ich übrigens die Grösse der Website. Für mein Macbook auf alle Fälle zu gross.
Eigentlich will man die Bilder über den gewonnenen Krieg im Irak ja nicht sehen. Auch nicht zum 5-Jährigen Jubiläum. Mittlerweile bin ich an die medial aufbereitete Wirklichkeit gewöhnt, meine Aufmerksamkeit liegt auf der Anzahl der Toten. Wann wird wieder mal ein neuer Rekord aufgestellt, ein Superlativ gebrochen? Die Bilder haben schon lange ihren Schrecken verloren, im Makrokosmos taucht er dann unverhohlen wieder auf.
Bearing Witness, bester Online-Journalismus von Reuters.
Eigentlich will man die Bilder nicht sehen.
Unglaublich! Mit seinen 17 Jahren hat der Autodidakt Joey Lawrence bereits eine Reife in seinen Arbeiten, die ihresgleichen sucht. Hier ein Bild aus der Serie »Homeless«. Mehr Bilder gibts auf seiner Website.
You can learn a lot about a person when they are in there own enviroment. You just have to pay close attention. Some faces have caught my eye and if I was quick enough, you can see them here.
Erquickend unkompliziert, unverbraucht und aus dem Bauch heraus. Beneidenswert auch die Kinder zwischen 8 und 13 denen er in seinen Workshops einen Zugang zum Fotografieren vermittelt. Auf Youtube hab ich noch ein Filmchen gefunden. Bei den Shootings scheint´s auch recht locker zuzugehen.
In seiner mehrfach ausgezeichneten Bildserie »Supervisions« setzt Andreas Gefeller hunderte digitaler Bilder, die jeweils einen aus etwa zwei Meter Höhe fotografierten Ausschnitt einer Oberfläche zeigen, am Computer zu einem Bild zusammen. Das fertige Bild schafft eine neue Perspektive und ein unglaubliches Detailreichtum. Der Betrachter wähnt die Kamera in einigen Dutzend Metern Höhe.