Im Zuge der Umbauarbeiten an der Einvoll-Website ändert sich auch einiges an der bisherigen Struktur. Das Blog ist schon seit ein paar Tagen online. Aus diesem Grund gibt es auch neue Adressen der RSS-Feeds für Beiträge und Kommentare:
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Sorry, wegen der Umstände. Verspreche hiermit öffentlich, dass so etwas nicht mehr vorkommt.
5 Minuten davor kommt sie dann, die Unruhe. Wen man nur einen einzigen Entwurf präsentiert, ist das anders als wenn man 5 Vorschläge auf den Tisch legt aus denen sich der Kunde sein Wunschdesign selbst zusammenstoppelt. Von Hier die Schrift, von da die Farbe, das Logo noch doppelt so gross und schon ist der Kunde zufrieden und der Designer entmündigt. Mit einem einzigen Entwurf ist das aber ein Drahtseilakt ohne Netz. Der Moment in dem der Auftraggeber das erste Mal sein neues Design sieht, das Umblättern zu dieser Seite, für den entscheidenden Augenblick. Auf den kommt es an. Und heute, 10 Uhr, war es dann wieder soweit. Alles oder nichts.
Zweimal erst hätt ich mir gewunschen, dass es in diesem Moment ein Netz gegeben hätte. Beide Präsentationen sind daneben gegangen. Das lässt sich dann auch nicht mehr umdrehen. Wär auch gelogen zu behaupten dass es mich nicht getroffen hat, aber nachträglich hab ich meine Fehler während in der Vorbereitung erkannt. Aber all die anderen Male habe ich in Schwarze getroffen aber heute…
…heute auch.
XING, die Plattform für Businesskontakte, ist das Vorzeigemodell für den 2.0 Hype und den Einsatz von Social Software und präsentiert sich auch sonst vielerorts als eierlegende Wollmilchsau. 2003 gegründet, mit kolportierten 2.65 Mio Mitgliedern bietet die Plattform, bei richtiger Anwendung, einen nicht zu unterschätzenden Vorteil in der Aquise und bei der Pflege bestehender Kontakte. Es gibt dabei zwei Anmeldungsmodelle: den kostenlosen Standardaccount mit eigener Profilseite und Suchfunktionen ohne Detailtiefe und das kostenpflichtige Premiummodell (5,95 €/Monat) mit voller Transparenz aller Abfragekriterien, Zugang zu umfangreichen Themengruppen und vielen weiteren Kommunikationsangeboten.
Ich mache immer wieder die Erfahrung dass XING unterschätzt wird. Gehört hat man vielleicht schon davon, aber wozu soll man sich das antun? Undurchsichtig, zu kompliziert argumentieren die Einen, kein Bedarf meinen Andere und vergessen dabei vorschnell dass es nicht nur um die Selfmarketing geht sondern auch um eine kraftvolle Informationsquelle über mögliche Partner, Mitarbeiter, Konkurenten oder Lieferanten.
Auf der anderen Seite kann man bei XING-Mitgliedern oft auch die gegenteilige Erfahrung machen, nähmlich eine starke Überschätzung der Möglichkeiten solcher Netzwerkcommunities. Durch eine Anmeldung allein ist es noch nicht getan, es braucht, wie im physischen Leben die eigene Aktivität und das Zugehen auf Kontakte. Mit dem Unterschied dass man im Internet bereits vor einer Kontaktaufnahme sehr viel über sein Gegenüber weiss, weit mehr als im realen Leben möglich wäre. In letzter Zeit bemerke ich aber auch vestärkt einen gewissen Aktionismus bei der Kontaktsuche. Anfragen von Personen mit oft mehreren Tausenden eigenen Kontakten oder Anfragen die einen Serienbriefartigen Anfragetext senden begegne ich von vorherein mit Vorbehalten.
Wirklich grosse Fehler werden aber oft in den eigenen Profilseiten gemacht: Nicht, oder falsch ausgefüllte Selbstdarstellung, kein persönliches Bild, keine regelmässige Aktualisierung, keine Information über das eigene Angebot, soll heissen die Felder ich biete/ich suche nicht ausgefüllt, keine, oder auch zuviele Kontaktmöglichkeiten und vor allem ein fehlender persönlicher Stil.
Ich persönlich begnüge mich ja mit einem Standardaccount, reicht in den meisten Fällen aus (wenn ich wirklich neugierig bin verwende ich den Premiumaccount meiner Frau ;-) Ich bin auch bei der Auswahl meiner Kontakte wählerisch. Ich finde Selektion gut, das schärft den Blick fürs Wesentliche. Das ist nicht anders als im realen Leben. Und wenn ich bedenke dass sich über XING echte Neukontakte mit Projektbeauftragungen ergeben haben, ist der Aufwand für Aktualisierung und Pflege meines Accounts der unter der Verzehrzeit eines mittelgrossen Latte Macchiatto liegt vernachlässigbar gering.

Farbklima: harmonisch
Schriftauswahl: zeitlos
Spationierung der Buchstaben: gewagt
Öffentlicher Kommentar: treffend
Sympathiefaktor: 9 von 10
(bisserl Luft nach oben muss man sich lassen)

Seit einiger Zeit angekündigt, ist der Daimlerblog heute online gegangen. Ob es jetzt der Blog oder das Blog heissen soll ist man sich zwar noch nicht so sicher, aber egal, der Duden lässt ja mittlerweile beides gelten. Irritierend ist auch die Fusszeile, die das Copyright DaimlerChrysler zuschreibt. Da war doch was, von wegen Verkauf oder so. Auch in der Blogroll findet man einen Link zum Chryslerblog. Scheinbar ist man sich in trauter Einigkeit noch ein wenig verbunden. Auch egal, solange der Stern noch glänzt…
Ich bin gespannt!
Letzten Montag bekomme ich Spam Post, nämlich den Newsletter der Wirtschaftskammer, Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Meine Interessensvertretung, an die ich durch eine Zwangsmitgliedschaft gebunden bin. Es geht dabei um eine Einladung zum Euroforum Communication mit anschliessendem Medien ChillOut, genaue Information erschliesst sich jedoch erst durch das Öffnen des beigefügten Pdf´s. Das sind jene Veranstaltungen bei denen sich das institutionell organisierte Werbepack und deren Vertreter gegenseitig sonst wohin kriecht. Für einen Anerkennungsbeitrag von 10 EU ist man auch schon mit von der Partie und kann sich dann diverse Kommerzialräte und sonstige Titelträger von innen ansehen. Nicht das mich das jetzt brennend interessiert. zumal die Anmeldefrist ohnehin bereits einen Tag vor Erhalt der Mail abgelaufen ist. Würde ich mich jedoch anmelden wollen, müsste ich beigefügtes Pdf ausdrucken, ausfüllen und faxen. Richtig gelesen, FAXEN. Mehr Inkompetenz in der Betreuung seiner zahlenden Mitglieder geht schon gar nicht. Oder? Doch, das geht.
Auf eine Anmeldung verzichte ich, die Frist ist ja eh schon um, nicht jedoch verzichte ich auf die Abbestellung des unaufgeforderten Newsletter. Ich ersuche darin um das Löschen meiner Mailadresse aus allen Verteilern und informiere die Verantwortlichen, ein Kommerzialrat und ein Geschäftsführer, über die Gründe dafür. Reaktion darauf, Null. Wahrscheinlich auch besser so.
Heute, Mittwoch, erreicht mich ein weiterer Newsletter der Fachgruppe InkompetenzWerbung und Kommunikation, Trotz Abmeldung. Gleiches Blabla, erweitert bloss um den nachdrücklichen Hinweis besagte Veranstaltung zu besuchen. Wahrscheinlich bekommen Sie die Veranstaltung einfach nicht voll. Die Anmeldefrist ist übrigens immer noch abgelaufen.
Das sind also die Vertreter meines Berufsstandes. Das könnte man bei einer Fachgruppe Blumenbinder oder Maroniröster vielleicht grad noch durchgehen lassen.