Arbeitsplatz in Gemeinschaftsbüro zu vergeben

Letzten Oktober habe ich gemeinsam mit @rapunze, @lui_pal und @glyphe das Gemeinschaftsbüro N19 gegründet. Ich musste wohl aus meinem geliebten Homeoffice ausziehen um jetzt zu merken dass es dort doch ziemlich super ist. Eine Zeit lang hab ich mir die Situation schön geredet, aber letzte Woche, im Urlaub habe ich dann die Entscheidung getroffen. Mit ein bissl Wehmut zwar, denn mit den Kollegen war es immer recht lustig, aber die Vorteile in der Baumgasse überwiegen.

Inserat:

Drei Grafik Designer bieten ab sofort einen Arbeitsplatz im Gemeinschaftsbüro N19 an. Arbeitsbereich mit Schreibtisch, Regalen und Pinwand, Küche, WC, Ess- und Besprechungsraum.

N19 ist ein helles Großraumbüro (83 m²), frisch renoviert, mit Eingang direkt von der Straße. Das Büro ist in 5 Minuten Fußweg von den U-Bahn-Stationen U3 Zieglergasse oder U4 Pilgramgasse zu erreichen.

Adresse: 1060 Wien, Liniengasse 2B
Anfragen:
Elisabeth Marek, 0650 322 44 78, post@rapunze.at

Mit der Bitte um Verteilung. Danke!

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Bene Titi

Der Büromöbelhersteller Bene befragt kreative Menschen über ihr Verhältnis zu Arbeits- und Lebensräumen. Diesmal meine liebe Titi Laflora. Das charmante Interview führte Nicole Kolisch und gibts hier zum Lesen. Die superben Bilder sind übrigens von Albert Scoma. Und ich konnte auch eine Kleinigkeit beisteuern. Denn abrundend zum Interview gibts auch immer eine Playlist mit den Lieblingstracks. Dafür habe ich dieses Cover gestaltet:

Titi´s Kitchen & Office-Playlist ist hier zu finden. Den plüschigen Turntable habe ich letztes Jahr im Schaufenster eines Hier-gibts-Alles-Lädchen in Berlin geschnappschusst. Für das Cover hab ich ihn dann noch ein wenig gebürstelt und Bene-gebrandet. Hier das Originalbild:

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Eating-Konzept für Vitra

Im Vorwort des Buches “Projekt Vitra” schreibt Rolf Fehlbaum, Sohn des Gründer und Präsident des Verwaltungsrates von Vitra:

Wir arbeiten mit Designern die nicht bloß über Gestaltungsgeschick verfügen, sondern in ihre Arbeit Weltsicht und Eigensinn einbringen. Sie verleihen dem Design eine Botschaft, die über bloße Gefälligkeit hinausweist.

Deshalb war unsere Freude groß, als letzte Woche Titi Laflora mit einem Eating-Konzepts für eine Veranstaltung von Vitra beauftragt wurde. Anlass war ein Vortrag vom CEO, Hanns-Peter Cohn vor 110 Architekten, Designer und Künstler zum Thema “Megatrend Sustainability“.

Vitra, Logo in Wellpappe

Fünf Tage für Konzeption und Realisierung, nicht gerade üppig. Aber dafür ist das Thema umso spannender. Wir haben uns also die Frage gestellt, wie sich das Thema Nachhaltigkeit im Bewusstsein der Besucher plazieren lässt, ohne den moralisch erhobenen Zeigefinger zu bemühen. Außerdem wollten wir Materialien einsetzen, die wenig bis keine ökologische Spuren hinterlassen. Weder Geschirr noch Besteck wollten wir verwenden und auch allfälligen Restmüll so weit als möglich vermeiden. All das verlangte nach einer “anderen” Präsentation.

Zweckentfremdung fokusiert Aufmerksamkeit

Mit einem Alltagsobjekt wie einem Eierkarton, verbinden die wenigsten ein emotionales Erlebnis. Im besten Fall realisiert man seine Schutzfunktion. Und genau diesen Gedanken wollten wir weiterdenken. So haben wir die graue Recyclingbox mit Kostbarkeiten beschriftet und mit 10 köstlichen Essbarkeiten von Titi Laflora befüllt. Drei verschiedene Desserts wurden adäquat dazu auf quadratischen Eier-Tabletts serviert.

Kostbarkeiten im Eierkarton

Kostbarkeiten im Eierkarton

Wir konnten den Auftraggeber auch überzeugen auf die klassiche Buffetpräsentation zu verzichten. Stattdessen überraschten wir die Gäste mit einer Kostbar. Ein formal zurückhaltendes Design, passgenau aus Wellpappe gefertigt und nur mit einem Schriftzug versehen. Dieser wurde manuell in die Wellpappe geschnitten und danach die oberste Papierschicht entfernt.

Kostbar

Die vielen positiven Reaktionen haben uns selbst überrascht. Sowohl von Kundenseite wie auch von den Gästen selbst. Alle leeren Eierkartons wurden Kindergärten zum Basteln übergeben und der verbleibende Restmüll hatte in einem mittelgrossen Müllsack Platz. Und ich würde mich nicht wundern, wenn man sich an diese Veranstaltung erinnert, wenn man das nächste Mal einen Eierkarton in der Hand hält.

Mehr Bilder vom Entstehungsprozess und von der Veranstaltung bei Flickr »

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Take-Away-Catering für Vitra

Deliciöses Take-Away-Catering für Vitra, anlässlich einer Designpräsentation vor Journalisten. Vier köstliche Essbarkeiten von Titi Laflora: Himbeer-Macarons, Karotten-Quiche, Kresse-Sandwich und ein Mohntörtchen mit Zitronenglasur. Alles in einer praktischen Box zum Mitnehmen.

Zum Niedersitzen gut. Vitra.

Catering für vormittägliche Presseveranstaltungen ist eine undankbare Sache. Selbst deliciöse Buffets bleiben machmal fast unberührt, zur späteren Freude der Mitarbeiter, was aber nicht wirklich Sinn der Sache ist. Bei einem früheren Catering für Salamander haben wir das Mitnahmekonzept bereits etabliert. Für Vitra haben wir das essbare Give Away mit dem Claim Zum Niedersetzen gut gebrandet. Formal greifen die Petit Four’s den Punkt am Ende des Vitra-Schiftzuges wieder auf.

Zum Niedersitzen gut. Vitra.

Das Ganze natürlich Handmade.

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Stefan Sagmeister – The Power of Time off

sagmeister

Stefan Sagmeister hat einen grandiosen Akzent. Und sperrt er alle sieben Jahre sein Designstudio für ein Jahr zu. Was für ein Mut, was für eine Konsequenz. Was für eine Inspiration. Und was für ein Gewinn. Kommt auf meinen Wunschliste.

[youtube MNuOmTQdFjA 450 280]

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Objectified – Das Potential von Industriedesign

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Dieser Tage hatte ich das Vergnügen, im Rahmen der Vienna Design Week, den Dokfilm “Objectified” von Gary Hustwit zu sehen. Nach “Helvetica” sein zweiter Film. In seinem neuen Film zeigt er spannende Sichtweisen zum Thema Industriedesign auf. Wegweisende Industriedesigner wie Jonathan Ive (Apple), Chris Bangle (BMW) oder Karim Rashid erklären uns warum es bei gutem Industriedesign um weit mehr geht, als Funktionalität und Optik. Spannend finde ich die kulturellen und ökologischen Auswirkungen durch (r)evolutionäre Möglichkeiten bei Entwicklungsprozessen und Produktionsverfahren. Der Umstand, dass sich beide Bereiche mehr und mehr überlagern wird erdrutschartige Veränderungen einleiten.

Beispiel: Prototyping Vereinfacht gesagt die Möglichkeit, auf Basis digitaler Daten, 3-dimensionale Objekte aus  Werkstoffen aufzubauen. Quasi, ein Desktop-Laserdrucker, mit dem man sich sein selbstentworfenes iPhone-Case einfach ausdrucken kann. Prototyping wurde in den letzten Jahren technisch weit voran gebracht, die Kosten für die Anschaffung liegen zwar noch im 5-stelligen Eurobereich. Aber die Geschwindigkeit mit der Nullen vor dem Komma verschwinden erinnert an die Pionierphase des PCs.

Natürlich eröffnen sich Designern völlig neue Wege. Das Erproben neuer Formen und Testen anhand von Prototypen wird einfach und kostengünstig. Da entstehen Spielräume die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Aber welche Auswirkungen wird es haben, wenn für jedemann erschwingliche 3D-Drucker enormen Müll produzieren, wenn sich mit einem Schlag jeder zum Industriedesigner berufen fühlt der ein Programm starten kann und den Printbutton findet. Werden wir dann von sinnentleertem Objektdesign überflutet. So wie jetzt schon im Grafik/Typo/Webdesign?

Fragen über Fragen.

Bei Amazon gibt es die DVD zu kaufen »

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Domus Intersections

Mein tiefer Respekt für Onlab. Würde gerne wissen wie lang man dort an dem Layout für das Domus Magazine gedeixelt hat. Ist aber weit mehr als eine nette Spielerei. In dieser Ausgabe geht es um die Herausforderungen und Möglichkeiten im Web 3.0. Grandiose Umgesetzung von Verknüpfung, Aktivität und Komplexität.

[youtube Xr8JK8T8kJw 450 385]

[via Today and Tomorrow]

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Schönheit für Idioten

Heut fiel mir eine Diskussion mit dem Inhouse-Grafiker eines unserer Kunden ein. Wir hatten ein neues Corporate Design entwickelt, das strukturell auf Quadraten aufbaute. Die sich auch in Satzspiegeln und Gestaltungsrastern wunderbar einsetzen liessen. Jener Grafiker kam mit unseren Quadraten nur schwer zurecht. Irgendwie hatte er sich in das Idealbild des goldenen Schnittes verbissen, oder verliebt, oder beides. Kalkulierbar, errechenbare Harmonie. So wie Symmetrie. Er liess sich überzeugen.

Römische Motorradpolizisten führten schon 1953 vor, dass Symmetrie nicht bloss Schönheit für Idioten ist.

[youtube fzyGZoFIGvs]

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Präsentation

5 Minuten davor kommt sie dann, die Unruhe. Wen man nur einen einzigen Entwurf präsentiert, ist das anders als wenn man 5 Vorschläge auf den Tisch legt aus denen sich der Kunde sein Wunschdesign selbst zusammenstoppelt. Von Hier die Schrift, von da die Farbe, das Logo noch doppelt so gross und schon ist der Kunde zufrieden und der Designer entmündigt. Mit einem einzigen Entwurf ist das aber ein Drahtseilakt ohne Netz. Der Moment in dem der Auftraggeber das erste Mal sein neues Design sieht, das Umblättern zu dieser Seite, für den entscheidenden Augenblick. Auf den kommt es an. Und heute, 10 Uhr, war es dann wieder soweit. Alles oder nichts.

Zweimal erst hätt ich mir gewunschen, dass es in diesem Moment ein Netz gegeben hätte. Beide Präsentationen sind daneben gegangen. Das lässt sich dann auch nicht mehr umdrehen. Wär auch gelogen zu behaupten dass es mich nicht getroffen hat, aber nachträglich hab ich meine Fehler während in der Vorbereitung erkannt. Aber all die anderen Male habe ich in Schwarze getroffen aber heute…

…heute auch.

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Tag 3 – 6

Die letzten Tage waren intensiver als gedacht, deshalb gibts heute nur eine Zusammenfassung:

Nachdem alle Designelemente definiert waren und zu sehen war, dass das Konzept aufging und stimmig war, musste das Ganze einmal einen Tag ruhen. Wenn die gedruckten Entwürfe alle nebeneinander auf dem Schreibtisch liegen sehe ich am besten wo sich noch etwas optimieren lässt. Feinschliff ist angesagt, Kleinigkeiten, wie Headlines um ein Paar Pixel anders plazieren oder das Logo noch eine Nuance kleiner machen. Oder die Mikrotypografie mit der man die Buchstabenabstände im Schriftzzug des Logos ausgleicht um mehr Ausgewogenheit zu Erreichen. Aber danach kommt etwas worauf ich mich immer besonders freue: Welches Papier?

JA, ich bin bekennender Papierfetischist. Seit ich gestalte, habe ich eine Vorliebe für ausgefallene Sorten. Papier erzählt durch sein haptisches Erleben, durch seinen Klang, seine Farbe und Struktur. Papier gewinnt immer mehr an Bedeutung, seit das unbegreifliche Internet und den Grossteil unserer Kommunikationsaufgaben abnimmt. Menschen lechzen förmlich nach realem Erleben, Events boomen (und sind kostspielig wie noch nie) und auch das Buch hat, allen Unkenrufen zum Trotz, den digitalen Supergau überlebt. Mit spannenden Papieroberflächen kann man ohne viel Worte kommunizieren und mit guten Worten das auf ihm notierte haptisch untermauern. Ich habe mich für Gmund 3 von Antalis (schreckliche Website) entschieden. Mit einer wunderschönen geprägten Struktur von Quadraten die in verschiedene Richtungen gerillt sind. Eine echter Hingucker und ein Erlebnis für die Fingerkuppen. Und eine Herausforderung für unsere Druckerei.

Jetzt gehts an die Präsentation. In diesem Fall reicht die Zeit nicht um auch eine Screenprojektion zu entwickeln, also nur eine Präsentationsmappe. Das Zusammenfassen aller Entwürfe, sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, das Konzept in wenigen Worten oder Bildern zu formulieren, das ist die beste Vorbereitung für eine erfolgreiche Präsentation. Wenn das Booklet dann in A3 aus dem Drucker kommt stellen sich die Früchte der Arbeit der letzten Woche ein. Jetzt noch alles vorbereiten für die morgige Präsentation: Agenda, Booklet, Ausdrucke, Farbfächer, Papiermuster. Fertig!

Und jetzt bitte um ihren geschätzen Daumen, und DRÜCKEN!!!

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