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Romagnolo-2


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Es wird nun Zeit zu schildern wie es dem kleinen Soldaten auf dem Weg in den großen Krieg weiter ergangen ist. Wir waren also nach einigem Hin und Her in einem Dorf in der Nähe von Cesena angekommen, wo das Feldersatz-Bataillon meiner Einheit Quartier genommen hatte. Als Behausung war uns das Gehöft eines Pächters angewiesen worden, wo wir auf Strohschütten im Oberstock unser Nachtlager hatten. Ausser uns Dreien waren noch einige andere Soldaten hier einquartiert, aber die waren meistens nur zum Schlafen da, denn sie hatten Beschäftigung beim Stab der Einheit und wir bekamen sie nur selten zu Gesicht, wenn wir selbst dorthin mussten. Das geschah regelmässig am Morgen zum Appell und zum Essenempfang am Mittag, wo wir auch gleich unser -kaltes- Abendessen in Empfang nahmen. Es kam natürlich vor, dass wir für Dienstaufgaben zur Verfügung stehen mussten. Dies geschah aber relativ selten, da wir aufgrund unserer Ausbildung eine gewisse Sonderstellung genossen und vom Bataillon weitgehend geschont- und verschont- wurden. Ich spreche immer von wir und meine damit meine drei Kameraden und Freunde, die mit mir im selben Ausbildung-Lehrgang waren und gemeinsam zu diesem Ersatzhaufen beordert worden waren. Ursprünglich waren wir ja vier, aber Robert war bald nach unserem Eintreffen hier zu einer anderen Einheit transferiert worden. Das war uns eigentlich sehr recht, denn er hatte eine ungute Einstellung zu Italienern und hätte uns in der Folge vielleicht Probleme gemacht
Es war ganz selbstverständlich, dass wir bei einer solchen Tageseinteilung über eine Menge Langeweile verfügten und versuchten sie so gut als möglich zu vertreiben. Das Naheliegendste war natürlich uns mit unseren unfreiwilligen Quartiergebern zu beschäftigen. Ausserdem war uns anfangs verboten in der Umgebung allein herumzu”wildern” wie unser Bataillonschef -ein ältere Major- sich auszudrücken pflegte.
Wir waren auch einigermassen freundlich, aber doch mit deutlichem Abstand aufgenommen worden. Zudem hatten die Eltern ja ihre Aufgaben in Haus und Hof und die älteren Kinder waren damit beschäftigt ihren Eltern zur Hand zu gehen. Der älteste Sohn- Alfredo- war ein hübscher Bursche mit lockigem Blondhaar half dem Vater fleissig in der Wirtschaft. Der mittlere- Quarto- war in einer Werkstätte die landwirtschaftliche Geräte- vom Pflug bis zum Ochsenkarren reparierte. Er hatte so ziemlich alles was aus Metall bestand schon unter seinen kräftigen Händen gehabt. Er hatte auch die Figur dazu. Denn er war der einzige, der von der Gestalt her seinem Babbo ähnelte. Halt das stimmt nicht, denn auch Teresina, das 15jährige Mädchen, das noch ihre letzten Schultage hinter sich brachte passte dazu. Aber alle anderen hatten einen leichten grazilen Körperbau. Besonders der jüngste Sohn -Guerino- der in einer Tischlerei arbeitete war beweglich wie ein Federchen.

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Dies ist jener Teil der Fortsetzung, die ich noch Mitte Juni niederschrieb. Dann nahm mir eine Folge von ernsten gesundheitlichen Schwierigkeiten die Lust weiterzuschreiben. Ausserdem wurde mir immer mehr bewusst, wie schwierig es ist, Gedanken und Gefühle von jungen Menschen aus der Zeit des grossen Krieges auszusprechen und sie anderen jungen Menschen aus der heutigen Zeit zu vermitteln. Sie leben in einer ganz anderen Welt und vermögen kaum mehr zu erfassen, was ich damals fühlte. Mehr und mehr fand ich mich damit ab, dass es ein “Romagnolo 2″ wohl nicht mehr in meinem Blog geben wird. Und dann las ich heute in meiner Post jenen Kommentar. Es war ein Gruss über Generationen, über Zeit und Grenzen hinweg- da war noch die Spur einer Erinnerung an uns. Danke junger Freund aus der Schweiz. Sie haben mir grosse Freude gemacht. Jetzt glaube ich, wird es doch noch eine Fortsetzung geben.

2 Reaktionen zu “Romagnolo-2”

  1. Gilberto

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    Vielen Dank Herr Holzer,

    Ich las eine echte Geschichte, mit Herz und Wirklichkeit geschrieben
    Es machte mir viele Freude.
    Ich werde Sie meinen Verwandten in San Carlo/Cesena erzählen
    Ein junger deutscher Soldat (Österreicher) erinnert sich
    von noch euch. (1944)
    Ich wünsche ihr Herrn Walter…. viele Gesundheit
    Mit freundlichen Grüßen
    Gilberto

  2. Birgit-Rita Reifferscheidt

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    Wo hört bei dir jung auf? Ich bin 45 Jahre. Ich bin fast 20 Jahre nach Kriegsende geboren. Geschichte in der Schule war für mich immer ein Grauen. Zahlen wurden besprochen - kein persönliches Wort. Aus heutiger Sicht kann ich es verstehen. Persönlich zu sprechen ,bedeutet sich mit seinen Gefühlen zu zeigen und das war 20 Jahre nach dem Krieg noch nicht möglich.
    Mit deinen Berichten habe ich die Möglichkeit einzutauchen in die Kriegszeit.
    Ich kenne junge Erwachsene - Anfang zwanzig - die bekommen große Ohren, wenn ich aus der Kriegszeit meines Vaters erzähle. Ich hoffe immer noch, dass er irgendwann, wie du, anfängt im Blog zu schreiben. Er war ein Kind des Widerstandes. Er ist 1936 geboren. Bis Kriegsende war er mit seinen Eltern auf der Flucht vor der SS. Sein Vater wurde gesucht. Ich habe meinem Vater bereits die Bloglines eingerichtet. Einige Feeds habe ich ihm auch schon abonniert. Bei meinem nächsten Besuch werde ich ihm helfen deinen Blog zu abonnieren. Vielleicht motiviert ihn das.
    Schreib bitte weiter.

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