Objectified – Das Potential von Industriedesign

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Dieser Tage hatte ich das Vergnügen, im Rahmen der Vienna Design Week, den Dokfilm “Objectified” von Gary Hustwit zu sehen. Nach “Helvetica” sein zweiter Film. In seinem neuen Film zeigt er spannende Sichtweisen zum Thema Industriedesign auf. Wegweisende Industriedesigner wie Jonathan Ive (Apple), Chris Bangle (BMW) oder Karim Rashid erklären uns warum es bei gutem Industriedesign um weit mehr geht, als Funktionalität und Optik. Spannend finde ich die kulturellen und ökologischen Auswirkungen durch (r)evolutionäre Möglichkeiten bei Entwicklungsprozessen und Produktionsverfahren. Der Umstand, dass sich beide Bereiche mehr und mehr überlagern wird erdrutschartige Veränderungen einleiten.

Beispiel: Prototyping Vereinfacht gesagt die Möglichkeit, auf Basis digitaler Daten, 3-dimensionale Objekte aus  Werkstoffen aufzubauen. Quasi, ein Desktop-Laserdrucker, mit dem man sich sein selbstentworfenes iPhone-Case einfach ausdrucken kann. Prototyping wurde in den letzten Jahren technisch weit voran gebracht, die Kosten für die Anschaffung liegen zwar noch im 5-stelligen Eurobereich. Aber die Geschwindigkeit mit der Nullen vor dem Komma verschwinden erinnert an die Pionierphase des PCs.

Natürlich eröffnen sich Designern völlig neue Wege. Das Erproben neuer Formen und Testen anhand von Prototypen wird einfach und kostengünstig. Da entstehen Spielräume die man sich heute noch gar nicht vorstellen kann. Aber welche Auswirkungen wird es haben, wenn für jedemann erschwingliche 3D-Drucker enormen Müll produzieren, wenn sich mit einem Schlag jeder zum Industriedesigner berufen fühlt der ein Programm starten kann und den Printbutton findet. Werden wir dann von sinnentleertem Objektdesign überflutet. So wie jetzt schon im Grafik/Typo/Webdesign?

Fragen über Fragen.

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