Und noch ein Gratis-Download: Bis 24.12. verschenkt Thorsten Schwarz seinen “Leitfaden Online-Marketing” (pdf, 850 Seiten!). Sehr interessant die Kapitel über Sprache im Internet mit Hintergrundwissen zu Leseverhalten und Wahrnehmung. Oder wussten Sie schon, dass Lesen am Bildschirm 25 Prozent länger dauert als das Lesen gedruckter Texte; oder dass die ersten 50 Millisekunden entscheiden ob ich sich ein Besucher auf einer Webseite wohl fühlt und sich orientieren kann.
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Genau die richtige Musik für stillere Zeiten. Ein hörenswertes neues DJ-Set von Wout als Gratis-Download bei Mixotic.net.
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Man sollte meinen, dass in wirtschaftlich dynamischen Zeiten ein Marktplatz für gebrauchte Dinge, die günstig von Privat an Privat gehandelt werden, florieren sollte. Die Zugriffszahlen von Ebay.com sprechen eine andere Sprache, der Konzern meldet im Oktober 08 einen Rückgang der Besucherzahlen von 62 auf 49 Millionen/Monat im Vergleich zu 01/07. Das bedeutet 13 Millionen weniger, ein Verlust von satten 20 Prozent! Für Europa sehen die Zahlen besser aus. Noch. Amazon lockt verstärkt Drittanbieter und kommt Ebay mehr und mehr ins Gehege, und spätestens wenn Anbieter wie Craiglist auch hierzulande Fuss fassen, wird sich das rasch ändern. Nebenbei hat der Konzern letzte Woche den Abbau von rund zehn Prozent der Arbeitsstellen weltweit angekündigt.
Gründe dafür gibt es viele, allen voran: Das Verlassen des Kerngeschäfts. Das Streben nach Wachstum hat das Geschäft kaputt gemacht hat. Ebay ist schon lange kein Auktionshaus mehr, viel zu viele Händler mit Festpreisangeboten. Gerade für die kann ein Einbruch der Besucherzahlen in Europa existenzbedrohend werden. Was passiert wenn der Vetriebskanal Ebay nicht mehr funktioniert? Alternativen sing gefragt, meine ich. Auch Anleger, die mit Ebay-Aktien spekulieren sollten sich vielleicht auch mal anderswo orientieren. Seit Jahresbeginn büsste der Konzern bereits mehr als die Hälfte seines Börsenwerts ein.
Das Image des Marktführers ist angekratzt und leidet zudem noch an einer tendentiell negativen Presse, die in letzter Zeit vermehrt über Betrugsfälle berichtet. Nebenbei sind die Anteile, die eBay für die Transaktion kassiert zu hoch. Bei gleichzeitiger Penetration von stumpfsinnigen Werbebanner. Klickt das Zeug eigentlich wirklich jemand an? Von Design und Benutzerfreundlichkeit ganz zu Schweigen. Das ist schlicht weg Scheisse unübersichtlich. Ich hab mal 15 Minuten gebraucht um einen Link für das Editieren einer Shopseite zu finden.
Für Hin und Wieder Nutzer wie meinereins bringt das nur Vorteile. Ebays Probleme sind für Anbieter mit frischen Ideen die Chance um sich am Platzhirschen vorbei zu etablieren.

Die Grüne Wirtschaft veranstaltet eine Konferenz mit dem Thema: “Game Over – Die Zukunft der Finanzwirtschaft nach dem Crash”. Zitat auf der Einladung (pdf):
[…] Kann man die angeblich schuldigen Investmentbanker allein verantwortlich machen, oder sind wir alle “Mittäter” eines ausser Kontrtolle gratenen Systems? Gehen wir nach kurzer Panik wieder zur Tagesordnungs über, oder besteht die Chance, eine neue Weltfinanzordnung zu entwickeln? Kann und wird die Politik die Märkte zügeln, oder wird aus dem Ende mit Schrecken ein Schrecken ohne Ende? […]
Soweit so gut, aber wofür bitte braucht es auch noch ein “Finanzkrisen Gewinnspiel”. Welcher Hirsekopf zeichnet dafür verantwortlich und wer textet so einen Schwachsinn?
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5 Minuten davor kommt sie dann, die Unruhe. Wen man nur einen einzigen Entwurf präsentiert, ist das anders als wenn man 5 Vorschläge auf den Tisch legt aus denen sich der Kunde sein Wunschdesign selbst zusammenstoppelt. Von Hier die Schrift, von da die Farbe, das Logo noch doppelt so gross und schon ist der Kunde zufrieden und der Designer entmündigt. Mit einem einzigen Entwurf ist das aber ein Drahtseilakt ohne Netz. Der Moment in dem der Auftraggeber das erste Mal sein neues Design sieht, das Umblättern zu dieser Seite, für den entscheidenden Augenblick. Auf den kommt es an. Und heute, 10 Uhr, war es dann wieder soweit. Alles oder nichts.
Zweimal erst hätt ich mir gewunschen, dass es in diesem Moment ein Netz gegeben hätte. Beide Präsentationen sind daneben gegangen. Das lässt sich dann auch nicht mehr umdrehen. Wär auch gelogen zu behaupten dass es mich nicht getroffen hat, aber nachträglich hab ich meine Fehler während in der Vorbereitung erkannt. Aber all die anderen Male habe ich in Schwarze getroffen aber heute…
…heute auch.
Die letzten Tage waren intensiver als gedacht, deshalb gibts heute nur eine Zusammenfassung:
Nachdem alle Designelemente definiert waren und zu sehen war, dass das Konzept aufging und stimmig war, musste das Ganze einmal einen Tag ruhen. Wenn die gedruckten Entwürfe alle nebeneinander auf dem Schreibtisch liegen sehe ich am besten wo sich noch etwas optimieren lässt. Feinschliff ist angesagt, Kleinigkeiten, wie Headlines um ein Paar Pixel anders plazieren oder das Logo noch eine Nuance kleiner machen. Oder die Mikrotypografie mit der man die Buchstabenabstände im Schriftzzug des Logos ausgleicht um mehr Ausgewogenheit zu Erreichen. Aber danach kommt etwas worauf ich mich immer besonders freue: Welches Papier?
JA, ich bin bekennender Papierfetischist. Seit ich gestalte, habe ich eine Vorliebe für ausgefallene Sorten. Papier erzählt durch sein haptisches Erleben, durch seinen Klang, seine Farbe und Struktur. Papier gewinnt immer mehr an Bedeutung, seit das unbegreifliche Internet und den Grossteil unserer Kommunikationsaufgaben abnimmt. Menschen lechzen förmlich nach realem Erleben, Events boomen (und sind kostspielig wie noch nie) und auch das Buch hat, allen Unkenrufen zum Trotz, den digitalen Supergau überlebt. Mit spannenden Papieroberflächen kann man ohne viel Worte kommunizieren und mit guten Worten das auf ihm notierte haptisch untermauern. Ich habe mich für Gmund 3 von Antalis (schreckliche Website) entschieden. Mit einer wunderschönen geprägten Struktur von Quadraten die in verschiedene Richtungen gerillt sind. Eine echter Hingucker und ein Erlebnis für die Fingerkuppen. Und eine Herausforderung für unsere Druckerei.
Jetzt gehts an die Präsentation. In diesem Fall reicht die Zeit nicht um auch eine Screenprojektion zu entwickeln, also nur eine Präsentationsmappe. Das Zusammenfassen aller Entwürfe, sie in die richtige Reihenfolge zu bringen, das Konzept in wenigen Worten oder Bildern zu formulieren, das ist die beste Vorbereitung für eine erfolgreiche Präsentation. Wenn das Booklet dann in A3 aus dem Drucker kommt stellen sich die Früchte der Arbeit der letzten Woche ein. Jetzt noch alles vorbereiten für die morgige Präsentation: Agenda, Booklet, Ausdrucke, Farbfächer, Papiermuster. Fertig!
Und jetzt bitte um ihren geschätzen Daumen, und DRÜCKEN!!!
Heute hats gedauert bis ich in die Gänge gekommen bin. Obwohl ich um 9 am Arbeitsplatz war habe ich erst Nachmittag richtig loslegen können. Telefon, Mail, und Skype können herrlich vom Arbeiten ablenken. Und dann hab ich auch noch eine Zeit gebraucht bis ich wieder im Thema drin war. Aber dann…

Farbwelt wurde nochmal überarbeitet und ist fertig definiert, ebenso die komplette Typo. Vistenkarten und alle Korrespondenzpapiere sind gestaltet und liegen ausgedruckt auf meinem Schreibtisch. Für das Papier habe ich auch bereits eine Vorauswahl getroffen. Das “Look and Feel” für die Website ist so gut wie fertig und muss morgen nur mehr mit den richtigen Images aufgepeppt werden. Ebenfalls morgen werde alle Textbaustellen in Angriff genommen. Soweit so gut. Ich bin zufrieden.
Zum Abschluss meines Arbeitstages habe ich noch schnell für Frau Laflora den neuen Flyer für die Hersttermine ihrer Kochlektionen und die Handouts für den kleinen Meisterkochkurs am nächsten Wochenende entworfen. Wieder ein Häkchen auf meiner ToDo-Liste für diese Woche. Und jetzt mach ich mich horizontal.
Sonntag habe ich einen Auftrag angenommen bei dem der Projektzeitraum mehr als eng ist. Ein komplettes Branding mit Namen, Claim und Corporate Design soll entwickelt werden. Samt Umsetzung auf alle Kommunikationsunterlagen, Werbemassnahmen in Form von Printhandouts und, damit es auch rund wird, eine Website samt Blog und allem was dazu gehört. Für das gesamte Projekt inklusive Druckphase und Programmierung stehen uns weniger als 20 Arbeitstage zur Verfügung.
Ein so enger Zeitrahmen ist eine grosse Herausforderung. Weniger an die eigene kreative Leistung, das macht mir keine Sorgen. Gute Ideen sind meistens ein Resultat guter Gespräche und daran mangeltes eigentlich nie. Es geht mehr darum schnelle Entscheidungen zu treffen: Welche Aspekte einer Idee sind die richtigen, welche Wege wollen weiter verfolgt werden, welche wandern im Kübel. Was bin ich froh, dass ich das nun schon ein paar Jahre mache, am Beginn meiner Berufskarriere wär mir in so einer Situation wahrscheinlich der Zweifel zum Stolperstein geworden. Ebenso wichtig sind aber auch Auftraggeber die wissen was sie wollen und ein vertrauensvolles Verhältnis untereinander. Die Präsentation von Kommunikationskonzept und Design soll nächsten Sonntag stattfinden. Zeit läuft.
Montag früh gings los. Erster Schritt war das Festlegen des Namens. Die Suche nach einer passenden Internetadresse gestaltete am zeitraubensten. Gute Domains sind virtuelle Spekulationsobjekte und haben die gleiche Bedeutung wie Grundstücke in Bestlage in der realen Welt. Eine Lösung haben wir aber trotzdem gefunden. Eine Gute. Nein. Eine sehr Gute! ;-) Den ganzen Tag wurde gebrainstormed, geskribbelt, diskutiert und ausprobiert. Vieles wurde entschieden, viel mehr aber wurde wieder verworfen. Designprozesse leben im Wesentlichen von der Selektion. Oliver war mir dabei ein wunderbarer Sparringpartner. Am Abend standen bereits die ersten Skribbles vom Logo. Typografie und Farbwelt sind auch so gut wie entschieden. Ein paar gute Ideen für Claim und Werbemassnahmen sind auch bereits da. Summa sumarum bin ich zufrieden mit den Ergebnissen. Den Druck muss ich zwar nicht jeden Tag haben aber im Grunde macht es Spass zu merken, was man in der Lage ist zu leisten.
Und morgen geht es dann mit dem Screendesign weiter.
Gerade herzlich gelacht über das Viral zum Agenturstart von LA RED aus Hamburg.
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[via Mathias Richel]